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Palästina · 1909-01-01 · Heft 11 · p. Seite 220

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
6 (1909)
Issue
Heft 11
Article
Die Agrarkreditbank
Date
1909-01-01
Page
Seite 220 (sequence 3)
Language
German
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Nachwort: Wenn es nicht gelingen sollte, verschiedene grosse Organisationen für die Agrarkreditbank zu gewinnen, so ist es Aufgabe der zionistischen Bewegung, die Angelegenheit in grossem Stile durchzuführen. Bisher ist ihr Palästinawerk ein recht dilettantenhaftes Pfuschen. Programm und Organisation liegt in ihrer Palästinarbeit nicht. Es fehlt am System. Die 6 Millionen der jüd. Golonial-Bank (der Name kommt w!o,hl von lucus a' non lucendo) liegen 10 Jahre schon tot in englischen Papieren und dgl. angelegt. Nunmehr werden in langen Jahren Millionen für den Nationalfond gesammelt. Schade um das Geld, das so nutzlos in London und Cöln aufgehoben wird. Und nun soll eine Bank mit 1 Million gegründet werden, bekannte Zionisten warnen sogar vor einer Gründung. Nein, es wird höchste Zeit, dass man totes Geld für eine lebenfrische Sache benutzt. BB SB BB Dr. S. Weissenberg, Etisabethgrad. Peki'in und seine Juden. (Schluss). So sind wir endlich zu der jüdischen Bevölkerung von Peki'in gelangt. Die verhältnismässig grosse Unzugänglichkeit und Entlegenheit des Ortes dürften dafür sprechen, dass in manchem der dortigen Juden ein Ureinwohner der Landes zu sehen sei. Auch in Tracht, Sprache und Lebensgewohnheiten sind die Peki'iner Juden von den übrigen Bewohnern nicht zu unterscheiden. Diese äussere Erscheinung steht aber mit den geschichtlichen sowie anthropologischen Tatsachen nicht im Einklang. Ich will nur kurz erwähnen, dass meine Messungen mindestens eriwiesen haben, dass diese kleine jüdische Kolonie stark gemischt ist, und dass die wenigen geschichtlichen Daten diesen Schluss vollauf bestätigen. Die Peki'iner Juden selbst wissen dank ihrer niedrigen Kultur, zu der sie ihre grosse Armut gebracht hat, nichts von ihrer Herkunft zu erzählen. Auch ist in der älteren jüdischen Literatur nichts über die Peki'iner Bevölkerung zu finden. Die früheste Erwähnung der Juden an diesem Orte finden wir im Buche „Ahavath Zion" (Zionsliebe) von iSimchah ben Josua, der Galiläa vor etwa 150 Jahren besucht hat. Die Peki'iner Juden wurden schon damals wegen ihrer Beschäftigung mit Ackerbau Fellachen genannt. Sie sollen eigene Häuser, Felder und Weinberge besessen und ein zufriedenes Leben geführt haben. Vor etwa 220

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