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Palästina · 1909-01-01 · Heft 6 · p. Seite 143

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
6 (1909)
Issue
Heft 6
Article
Einiges über die technische Erschliessung Palästinas
Date
1909-01-01
Page
Seite 143 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Jakob Trachienberg, Zürich: Einiges über die technische Erschliessung Palästinas, Von welcher Wichtigkeit diese Erschliessung für das jüdische Kolonisationswerk in Palästina ist, wurde in dieser Zeitschrift mehreremals ausgeführt. Es ist sehr bedenklich, dass Jüdischerseits noch fast nichts in dieser Richtung geschieht. Umsomehr, da sich diese Erschliessung inzwischen, wenn auch ohne jüdische Anteilnahme sehr bemerkbar macht. Vor allem denken wir an die Eisenbahnanlagen. So wurden dem Verkehr übergeben: 1892 die Strecke Jaffa—Jerusalem, 87 Kilometer; 1904 die Strecke Haifa—Besan, 60 Kilometer; 1905 die Strecke Besan—Samach, 27 Kilometer; 1906 die Strecke Sainach—Deraat, 74 Kilometer. Die Linie (Haifa)—Äfule—Dschenin—Nablus—Jerusalem als Zweiglinie der Haifa—Hedschasbahn, soll 1910 in Angriff genommen werden. Für den Bau einer Linie Haifa—Saida—Beirut wurde 1908 bereits Erlaubnis erteilt. Das Projekt der Eisenbahn Haifa—Jaffa—Alexandrien, die eine Verbindung von Palästina mit Aegypten herstellen wird, ist auch schon spruchreif. Diese Eisenbahn wird zur wirtschaftlichen Erschliessung Palästinas viel beitragen. Noch mehr von Wichtigkeit wie die Entwicklung der Eisenbahnen, ist die Einführung der modernsten Energieform — der Elektrizität. Für Beirut wird ein Elektrizitätswerk gebaut. In Damaskus errichteten Belgier eine Strassenbahn und führten elektrische Beleuchtung ein. Sie nutzten die Wasserfälle des Flusses Barada aus und bauten eine elektrische Zentralstation für 2000 Pf. Unlängst erlangten die Engländer' eine Konzession für elektrische Beleuchtung des heiligen Medina. Die Verwaltung der Güter der Grabeskirche in Jerusalem bewirbt sich um eine elektrische Zentrale in Jerusalem. Es ist eine arabische Gesellschaft im Entstehen begriffen, die elektrische Strassenbahnen und Beleuchtung etc. in und um Jaffa plant. Dieses Eindringen der Elektrizität in Palästina ist auch eng mit der Frage der Ausnutzung der Wasserkräfte des Landes verbunden. Werden auch diese uns entrissen, so verliert die jüdische Industrie im Lande unseres Schaffens eine unentbehrliche Basis . Wir stehen schon bei dieser Aufgabe vor einem starken Gegner. So lesen wir im „Helios" Nr. 14 vom J. 1909. 143

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