Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 6 (1909)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Die Juden von Jaffa nach Alter und Geschlecht
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 141 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2379786-2379815-2379822-2382489--02508-2382528- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Im Alter von 70 bis 80 Jahren: Aschkenasim . . . 18 1 15 3 — 13 8 - 11 Sephardim. . . . 4 2 2 — — — — - Maarawim .... 7 6 1 — 5 — — 5 Teimonim .... i! — 1 — — — — — Ostjuden .... i 1 — — 7 — — 1 Insgesamt .... 31 24 7 - 25 8 17 Im Alter von 80 bis 90 Jahren : Männer Frauen Insgesamt Verheiratete Witwer Insgesamt Verheiratete Witwen 3 2 2 1 2 2 _ 2 3 3 3 — 3 — i 3 — 3 7 3 4 9 -! 9 Im Alter von 50 Jahren verschwindet also der Frauenüberschuss in der Aschkenasimgemeinde und im nächstfolgenden Alter wird schon die Männerzahl die überwiegende. Abgesehen von den Maarawim gilt dasselbe auch für alle jüdischen Gemeinden Jaffas. Im Alter von 70 bis 80 Jahren gibt es unter den Sephardim und Teinonim überhaupt keine Frauen und von 80 bis 90 Jahren waren in den Teimonim- und Ostjudengemeinden weder Männer noch Frauen. Aelter als 90 Jahre fanden wir unter allen Jaffaer Juden nur 3 Frauen1 (eine verheiratete Sephardin und 2 verwitwete Maarawinnen). Obwohl die Zahl der Alten sehr klein ist und zu endgültigen Schlüssen nicht berechtigen kann, bleibt doch die Tatsache, dass in der Aschkenasimgemeinde, die dreimal so gross wie die Maarawim- und auch die Sephardimgemeinde ist, die Zahl der Alten fast dieselbe wie in den letzten ist, unbestreitbar. Das höchste Alter erreichen die Maarawim, die sich am frühesten in Jaffa niedergelassen haben. Im allgemeinen gilt die Regel, dass, je früher sich eine Gemeinde niedergelassen hat, desto grösser (die Lebensdauer ihrer Mitglieder ist, weil sie, sich zu akklimatisieren, mehr Zeit gehabt haben. Das ist so leicht einzusehen, dass es keiner weiteren Beweise braucht. Man darf aber die andere iSeite der Medaille nicht ausser Acht lassen, dass, nämlich, wenn die orientalischen Juden sich mehr dem hiesigen Leben angepasst haben und sich dadurch stärker vermehren und länger leben, doch ihre »ganze Lebensweise manche Tendenzen zeigt, die in entgegengesetzter Richtung wir- 141