Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 6 (1909)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Ekron [Nachricht]
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 123 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Ekron. Gegen Sooo Dunam (der grösste Teil des anbaufähigen Bodens) ist mit Winterfrucht, und zwar meistens mit Gerste und Viehfutter besät. Nur etwa 4000 Dunam sind für die Sommersaat reserviert worden. 2000 Dunam könnten wir in der Nachbarschaft zum Preise von 1 Frcs. pro Dunam pachten. Diese Pacht wäre für uns besonders wichtig, da wir auf diesem Boden Weideplätze für unser Vieh haben. Das Leben in der Kolonie entwickelt sich in aller Ruhe in befriedigender Weise. Die Zeit ist zum Glück vorüber, in der die Kolou nien in ewiger Furcht lebten, in einem Konflikt mit der Verwaltungkönnte ihnen die Unterstützung entzogen werden. Katra. Die Wintersaat ist nun beendigt. Es sind zumeist Pferdebohnen ausgesät worden, zum Teil sogar an Stellen, die früher für die Sommer,, saat reserviert waren. Manche denken sogar mit der Zeit die Sommersaat, die viel Mühe und wenig Nutzen bringt, durch die Bohnensaat zu ersetzen, wenn es sich als richtig erweist, dass die Bohnenfelder sich später für Gersten, und Weizensaat verwerten lassen. Ein kleiner Teil des Bodens wird auch schon für die Sommersaat vorbereitet. Man erwartet eine gute Kartoffelernte, da der Winter nicht besonders streng war. Insbesondere dürfen diejenigen, die früh gesät haben, gute Preise für ihre Kartoffeln erwarten. In den Mandel- und Weingärten ist das Pfropfen und das Umpflügen des Bodens bereits beendet. Der erste Versuch der Geflügelzucht mittels einer Brutmas c h i n e ist gelungen und hat vielen von unseren Kolonisten den Anlass gegeben, Geflügel zu züchten. Nächstens wird man eine zweite Brutmaschine ^anschaffen. Hulda. 13 kaukasische Familien haben vom jüdischen Nationalfonds in Hulda Boden zur Niederlassung gepachtet. Moza. Die vor 15 Jahren begründete Kolonie Moza liegt ungefähr eine Stunde von Jerusalem entfernt. Sie produziert ausgezeichneten Wein und könnte infolge der Nähe Jerusalems auch durch Gemüsebau, Milchwirtschaft und Geflügelzucht gute Einnahmen haben. Trotzdem ist die Lage der Kolonisten recht misslich, weil es ihnen an jedem Kapital fehlt. Die gesamte Bodenfläche der Kolonie beträgt 635 Dunam, die sich auf 24 Familien mit 112 Seelen verteilen. Die gesamte Kolonie mit ihren Pflanzungen repräsentiert einen Wert von ca. 250 000 Frcs. Es gibt in Moza an 60 000 Weinstöcke, über 1200 Oelbäume und 600 sonstige Fruchtbäume. Die gesamten Schulden der Kolonie betragen ca. 50 000 Frcs. Es gibt 13 Familien mit einem jährlichen Einkommen von nur 200 Frcs.. Galiläa. Hier haben die jüdischen Feldarbeiter' eine Organisation „Hachou resch" (der Pf rüger) gebildet, die sich zur Aufgabe gestellt hat, den 123