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Palästina · 1909-01-01 · Heft 5 · p. Seite 122

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
6 (1909)
Issue
Heft 5
Article
(Letzter Original-Bericht) [Nachricht]
Date
1909-01-01
Page
Seite 122 (sequence 2)
Language
German
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desselben durften nur durch ein spezielles „Irade" aus Konstantinopel verkauft werden. Dies war immer mit grossen Schwierigkeiten verbunden und verhinderte die Ausdehnung d-er Stadt Jerusalem. Der neue Pascha dieser Stadt bemüht sich nun darum, dass der ganze Boden um Jerusalem in den Besitz der Stadt übergehe, was für deren Entwick. lung von grosser Bedeutung wäre. Jaffa. Der hiesige Turnverein, der eine Männer., Frauen, und Knabenabteilung hat, macht gute Fortschritte. Es ist infolge Platzmangels die Gründung neuer Sektionen erforderlich geworden. AUS DEN KOLONIEN Sichron Jakob. Wir können über eine erfreuliche Zunahme der jüdischen Arbeiter (ihre Zahl beträgt bereits ca. 30) und ein recht gutes Verhältnis zwischen Kolonisten und Arbeitern berichten. Es ist zu erwarten, dass gerade auch das Leben unserer Kolonie, deren Jugend in so grosser Zahl das Land zu verlassen pflegte, auf die jungen Arbeiter günstig einwirken wird. Petach Tikwah. Hier ist ein neuer Turnverein gegründet worden, der zurzeit mit der Anschaffung von. Turngeräten und Einrichtung eines Turnplatzes beschäftigt ist. Chederah. Das Klima ist jetzt befriedigend und die letzten Ernten brachten gute Erträge. Viel Nutzen bringen der Kolonie insbesondere die Gesellschaften wie Agudat Netaim und Izhar, die hier grosse Pflanzungen haben. Diesen Gesellschaften ist es zu verdanken, dass die jüdischen Arbeiter hier in grösserer Anzahl Fuss fassen konnten. Nun wird eine gemeinsame Küche für die Arbeiter begründet; es ist bereits alles vorbereitet worden und die Eröffnung soll in nächster Zeit erfolgen. Der Betriebsfonds wurde aufgebracht durch Beiträge der Kolonie, eine Anleihe von 100 Frcs., und einer von den Kolonisten eröffnete ihnen für die Küche einen Kredit von gleichfalls 100 Frcs. Die Kolonie stellte auch für die Küche ein Haus von vier Zimmern zur Verfugung, und übernahm auf eigene Rechnung auch die Kosten der Instandsetzung und der Reparatur des Hauses, Errichtung eines Back. ofens usw. Wenn die jetzigen Arbeiter sich als fleissig erweisen, und das gute Verhältnis zwischen Kolonisten und Arbeitern fortbesteht, ist zu hoffen, dass noch viel Juden hier Beschäftigung finden und die beste Gelegenheit ( haben werden, bei unseren Kolonisten die palästinische Landwirtschaft genau kennen zu lernen. 122

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