Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 6 (1909)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Jerusalemer Schulstatistik : aus dem französischen Konsularbericht für das Jahr 1907/08 [Nachricht]
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 121 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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In den einzelnen Schulen haben durchschnittlich die Mohammedanischen die meisten Zöglinge. Nach ihnen kommen die griechischen, an dritter Stelle stehen die jüdischen. Den Mohammedanern kostet ein Schüler 36 Frcs., den Juden 136 Frs. den Griechen 13S Frcs., den Katholiken nicht ganz 400 Frcs., den Armeniern 575 Frcs. Am meisten verwenden die Protestanten, rund 600 Frcs. für den Schüler. AUS DEN HAUPTSTÄDTEN Jerusalem. (Letzter Original-Bericht.) Hier ist alles ruhig geblieben, während in Konstantinopel die Revolution herrschte und in Kleinasien das Volk aufgewiegelt wurde. Nur das Telegraphenamt ist tags und nachts von jungtürkischen Offizieren besetzt, die eine strenge Zensur ausüben. Dem Gouverneur hat man die Benutzung des Kabel nach Konstantinopel verweigert; er wird strenge bewacht. Das Heer wollte nach Stambul rücken, hat aber von Saloniki Gegenordre erhalten, Jerusalem nicht zu entblössen. — Für die Entwicklung von Handel und Industrie wäre es natürlich lebhaft zu begrüssen, wenn die Ruhe und Ordnung bald wieder hergestellt wird. Ueber die Pesach-Feiertage erfreuten wir uns des Besuches einiger angesehener deutscher und russischer Zionisten und Jerusalemsfreunde. Unter den deutschen Gästen nennen wir die Herren Dr. Elias Auerbach aus Berlin und Kantor Blith aus Dessau, unter den russischen die Herren S. Epstein, Dr. K a t z e n e 11 e n s o h n - Libau und Goth-Moskau. Während Herr Dr. Auerbach Vorbereitungen traf für seine baldige definitive Uebersiedelung nach Palästina und oie Aufnahme seiner ärztlichen Praxis in Haifa, waren die beiden Herren Blith und Epstein von angesehenen jüdischen Stiftungen und Organisationen auf eine Inspektions- resp. Rekognoszierungsreise nach Palästina geschickt, der erstere von der Baron v. Oppenheim- Stiftung in Dessau, der letztere von dem Odessaer Komitee. Wie schon früher in der »Welt« mitgeteilt worden war, beabsichtigt nämlich auch das Komitee der Baron v. O. penheim-Stiftung in erfreulicher Weise für das Feld seiner Betätigung sein Augenmerk mehr als bisher auf Palästina zu richten, wo es nach jeder Richtung für den ökonomischen, kulturellen urd hygienischen Fortschritt des Landes noch so unendlich viel zu tun gibt. Unter den 6000 jüdischen Handwerkern Jerusalems sind 600 Tischler, 500 Maurer. 350 Steinhauer, je 300 Schuhmacher, Modisten und Drechsler, 250 Müller, je 200 Schneider und Weber, 150 Sefer.Thora-Schreiber, je 100 Klempner und Buchdrucker, je 80 Goldschmiede und Strumpfwirker, 75 Glaser, 60 Kutscher, 50 Matratzenmacher, 40 Tapezierer, je 30 Kupferschmiede, Giesser und Bildhauer, je 20 Maler, Uhrmacher, Buchbinder und Stellmacher, 15 Sattlermeister und 2000 sonstige Handwerker. Der Boden um Jerusalem war bisher Regierungsland, und Teile 121