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Palästina · 1909-01-01 · Heft 4 · p. Seite 104

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
6 (1909)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension] / M. M.
Date
1909-01-01
Page
Seite 104 (sequence 2)
Language
German
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nicht gut. Es ist zweckmässige Drainage erforderlich (42 f.) Je mehr Boden in Palästina in jüdischen Besitz gelangt und von einem jüdischen Bau ernst and bebaut wird, desto eher wird das jüdische Problem gelöst werden. — Es ist klar, dass die jüdische Kolonisation in Palästina ihren Kern in einem Bauernstand haben muss, um den sich alles Uebrige gruppieren muss (122 f.). Der Bezalel hat sich gleich auf die Teppich-, dustrie verlegt und nun fürchte ich, dass man vielleicht enttäuscht sein, wird, wenn es gilt, sich einen Platz auf dem Weltmarkt zu erobern (133), In den Schulen der jüdischen Orthodoxie gemahnt die Ausbildung bis auf wenige Ausnahmen noch an das dunkelste Mittelalter. Auf diese Weise werden die unglücklichen Schüler zu nicht viel besserem als zum „Schnorren" ausgebildet. Es ist mir unfassbar, dass die Rabbiner, die diese Schulen aufrecht zu erhalten suchen, nicht einsehen, dass die Kinder, um leben zu können und später für sich und ihre Familie den Unterhalt zu verdienen, noch etwas mehr brauchen, als die Kenntnis von Talmud und Thora (142). Abweichend von ihrer früheren Bestimmung ist die Chalukah zu einer den Volks Charakter verderbenden Almosenverteilung entartet. Die Eltern, die den Genuss der Chalukah beanspruchen, müssen ihre Kinder in die Talmud-Thoraschule schicken. Diese Bedingungmuss notwendig Heuchelei und Scheinheiligkeit hervorrufen und auf die jüdische Bevölkerungeinen demoralisierenden Einfluss ausüben. (126 ff.). In Jerusalem wird die Bettelei in grossem Stil betrieben und mit Erfolg. Von hier' aus ergiesst sich über die ganze Welt ein Strom von Bettelbriefen, oft begleitet von Gegenständen aus Olivenholz, getrockneten Blumen u. s. w. An Porto' allein werden, auf diese Weise jährlich Hunderttausende vertan! (128 f.) Jeder soll in vollkommener Freiheit sein Leben >nach seiner eigenen religiösen Ueberzeugung einrichten können; dabei wird m a n n a t ü r 1 i c Ii die Einmischung der Geistlichkeit in die Verwaltung* nicht zulassen dürfen. In dieser Hinsicht ist, wie man gestehen muss, die türkische Regierung nicht auf Rosen gebettet (180). Wenn wir versuchen wollen, dem jüdischen Volke zu helfen, und zwar im jüdischen Lande, so müssen wir mit den dort'schon ansässigen Juden anfangen (131). — M. M. Notiz! Dieser Nummer liegen Bestell-Karten bei, die unsere ——— Leser freundlichst für Interessenten etc. benutzen wollen. Werden auf der Karte lediglich JYamen und Adressen vermerkt, so können dieselben als Drucksachen benutzt werden. Probenummern stehen stetig zur Verfügung. Zugleich ersuchen wir bei Ausbleiben unserer Zeitschrift oder sonstigen Missständen uns stets baldigst Mitteilung zu machen, damit wir Abhilfe leisten können. — RedaKtion: Felix Theilhaber, München, Pettenkoferstr. 25. 1 04 Druck und Verlag von Max Steinebach. München.

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