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Palästina · 1909-01-01 · Heft 3 · p. Seite 75

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
6 (1909)
Issue
Heft 3
Article
Athlit [Nachricht]
Date
1909-01-01
Page
Seite 75 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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p.uf einem Hügel, auf dem seltsam behauene Steine von einer grossen Vergangenheit zeugen, zehn Häuser errichtet worden, die von einer gemeinsamen Mauer umschlossen werden. Ein aus dem Altertum stammender, vorzüglich gebauter Brunnen ist aufgefunden worden und liefert Wasser. Die Lage der neuen Ansiedlung ist sehr schön. Sie bietet dem jüdischen Reisenden eine erwünschte Etappe auf dem langen Wege von Sichron Jakob nach Haifa. . Wir erhalten folgende Zuschrift: „Auf dem 8. Zionistenkongress wurde von den im Haag versammelten Anhängern des Misrachi ein Kapitalfonds für die Gründung einer hebräischen Mittelschule in Palästina gezeichnet. Das zur Durchführung des Unternehmens gebildete Comite wurde inzwischen durch den Beitritt mehrerer angesehener, dem Zionismus nicht angehörender Männer der deutschen gesetzestreuen Judenheit erweitert und das Unternehmen dadurch auf eine breitere Basis gestellt. Nach längerer Zeit dauernden Ermittlungen hat das Comite von der Errichtung einer neuen Schulanstalt abgesehen, hat vielmehr beschlossen, die seit einigen Jahren in Jaffa bestehende Tachkemonischule zu übernehmen und in eine nach modernen pädagogischen Grundsätzen geleitete Schule umzugestalten. Die Leitung der Schule, die den Namen „Hebräische Mittelschule Tadhkemoni in Jaffa'4 führen wird, wurde dem geprüften Oberlehrer für Mathematik und Physik — Herrn N. Schlesinger — aus Hamburg übertragen. Als Lehrer wird von dem Comite zunächst noch Herr Dr. J. Engel, der nach längerer Lehrtätigkeit an dem Jung'schen Gymnasium in Ung. Brod noch eine Zeit lang speziellen pädagogischen Studien obgelegen hat, nach Jaffa entsandt werden. Beide Herren werden ihr Amt 'nach Peszach antreten. Schatzmeister des Oomites, das sich demnächst mit einem Aufrufe an die weitere Oeffentlichkeit wenden wird, ist Herr Josef W. Hackenbroch, Frankfurt a. M. Röder, bergwegweg 30." Wir können nicht genug bedauern, dass die jvon uns jn No. 5/6vergangenen Jahrgangs gegebene Anregung zu einem Zusammengehen der Mittelschulbestrebungen des Misrachi und des Hilfsvereins vergebens war. Wie wir schon dort vor einer künstlichen, dem Bedürfnis nicht entsprechenden Vennehrung der Mittelschulen in Palästina warnten, sehen wir uns auch heute veranlasst zu betonen^ dass viele halb- oder viertelsausgebaute Mittelschulenmuster keinen Ersatz bieten für ein gut und gültiges Institut. Eine .Mittelschule mit zwei Lehrkräften zu eröffnen scheint uns ein zu fragmentarischer Eine neue Mittelschule in Jaffa. 75

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