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Palästina · 1909-01-01 · Heft 2 · p. Seite 56

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
6 (1909)
Issue
Heft 2
Article
[Nachricht]
Date
1909-01-01
Page
Seite 56 (sequence 2)
Language
German
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fälle mögen entschuldigen, dass wir unseren Ankündigungen nicht gerecht werden konnten. Wir müssen aber an dieser Stelle unsere Leser doch vielmals ersuchen, unsere Zeitschrift energischer wie bisher zu;verbreiten. Fast nur die Verbindung Zephirah in Czernowitz hat sich unser angenommen und uns tatkräftig neue Abonnenten geworben. Es (kann doch nicht so schwer sein, unser Blatt in allen Vereinen, Logen, Lesehallen, jüdischen Restaurants etc. aufzulegen. — * * * Man schreibt uns aus Jerusalem: Nie fällt es einem mehr auf, wie rückständig die Frauen in Palästina sind, als wenn man nach längerer Abwesenheit wieder unter sie tritt. — Eine Europäerin sagt hier ihrem Mädchen bei irgend einer Gelegenheit: „Sie sind Zeugin, Sie haben es gehört\u Worauf das Mädchen erwidert: „Eine Frau kann nicht Zeuge sein." Das Betrübende ist, dass das Mädchen gar nicht das Erniedrigende dieser Tatsache fühlt, es ist so, und sie lacht dazu. — Sklavinnen! — O, wie unsagbar traurig! Jüdinnen in der Diaspora, erwachet, setzet eure ganze Kraft ein, eure armen Schwestern zu erziehen. Die Armut des Golus in jeder Form, hat das aus ihnen gemacht, was sie sind! — Die beste Gelegenheit zu jedweder Arbeit bietet der „Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina." Glühgolden flutet das Frührot über meinen Arbeitstisch! Unnennbar schön ist die palästinische Natur! Kommt, kommt, Jüdinnen, wir wollen diese zauberische Schönheit von aussen auch in die Hütten und Herzen unserer vom Glück enterbten Schwestern und Brüder pflanzen! — Was man will das kann man! Wollen win? Schwestern- und Zionsgruss Bath Zizchack. Vorsitzende des „Verbandes jüd. Frauen für Kulturarbeit in Palästina" Frau Prof. War bürg, Berlin, Uhlandstr. 175. Jahresbeitrag 3 M. N^- ^3? Redaktion: Felix Theilhaber, München, Pettenkoferstr. 25. 56 Druck und Verlag von Max Steinebach, München.

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