Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 6 (1909)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Sedschera [Nachricht]
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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als eine solche in Argentinien. In massgebenden Kreisen der Administration trägt man sich mit der Absicht, der JCA eine Erweiterung ihres Arbeitskreises in Palästina zu empfehlen. Neue Ansiedlungen in Bethgan und Lubich. In der letzten Zeit ist die JCA bestrebt, in T i b e r i a s ihre Kolonisations-Arbeit zu erweitern und neue Kräfte anzusiedeln. Zu diesem Zwecke ist die Administration in Palästina beauftragt worden, den an Araber verpachteten Boden den Pächtern zu kündigen und Juden zuzuweisen. Ungefähr 1600 Dunam des Bodens, den die Tscherkessen gepachtet hatten, wurden bereits Juden übergeben. In allernächster Zeit rnuss auch die Klage entschieden werden, die die JCA gegen die Araber angestrengt hat, die in nicht rechtmässiger Weise 1000 Dunam des Bodens von Lubich sich angeeignet hat; dieser Boden soll dann ebenfalls mit Juden besiedelt werden. Eine neue Kolonie beabsichtigt die JCA in Bethgan zu begründen. Jeder der Kolonisten der neuen Kolonie, soll von der JCA 250 Dunam erhalten, ferner ein Wohnhaus, einen Stall und 3000 Frcs. zum Ankauf von Arbeitern, Vieh usw. Im letzten Jahre hat die Administration sieben Kolonisten in Jamma, vier in Meschah, sechs in Z f i j a h und sechs in Rinereth angesiedelt. Der Administrator der Kolonie Ricbon-le-Zion erhielt von der JCA eine offiziell Anzeige, dass sie eine Anzahl jüdischer Arbeiter, die bisher in den Weingärten von Richon-le-Zion beschäftigt war, als Kolonisten auf dem Boden des Barons Rothschild in Galiläa anzusiedeln gedenkt. Bei der Administration sind daraufhin eine Anzahl Gesuche eingelaufen, von denen aber bis jetzt nur einige berücksichtigt werden konnten. Chederah. Hier herrscht eine hoffnungsfrohe Stimmung. Es ist während des ganzen Sommers kein Malaria-Fall vorgekommen. In ärztlichen Kreisen glaubt man annehmen zu können, dass diese Seuche in kurzer Zeit völlig verbannt sein wird. Die Inhaber der neuen Weingärten, die in Chederah gepflanzt wurden, haben im Tal Chederan einen Brunnen gebohrt, um für die Gärten genügend Wasser zu haben. Die Aerzte sind der Ansicht, dass dieser Brunnen auch hygienisch von grosser Bedeutung ist, weil er das Talwasser selbst reinigen und die ganze Gegend von Krankheitsbazillen säubern wird. Kiriath Sefer. Die jüdische Landwirtschafts schule „K i r i a t h S e - f c r", die sich in einer wunderbar schön gelegenen Gegend Palästinas auf dem Boden des Jüdischen Nationalfonds bei Lydda (an der Bahnstrecke Jaffa-Jerusalem) befindet, und die vor Jahren von Israel Beikind unter grossen Opfern gegründet wurde, ist jetzt erweitert worden. (Beikind ist einer jener ersten studentischen Pioniere, die als Kolonisten nach Palästina gingen (Gesellschaft „Bilu") und dort u. a, in den achtziger Jahren die Kolonie Katrah gegründet haben.) Beikind hat eine Reihe neuer tüchtiger Lehrkräfte für die Schule gewonnen und hat die ganze Anstalt reorganisiert. Unter den neuen Lehrern sind vor allem zu nen- 51