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Palästina · 1911-01-01 · Heft 1-2 · p. Seite 4

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Journal
Palästina
Volume
8 (1911)
Issue
Heft 1-2
Article
Die Bedeutung der Palestine Land Developement Company
Date
1911-01-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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äußerst vorsichtigen Bilanzierung des Unternehmens erfolgten starken Abschreibungen bei dem noch kleinen Geschäftsbetrieb noch keine Dividende verteilt werden konnte,ist selbstverständlich. Niemand hat tür den Anfang eine solche erwartet. Das dritte Geschäftsjahr, das am 1. Oktober 1910 begonnen hat, zeigt aber schon die günstigsten Auspicien.Durch den Kredit des N.F.konnte die Tätigkeit der P. L. D. C. stark erweitert werden. Zahlreiche Transaktionen für fremde Rechnung sind im Zuge und die Musterfarm ist in befriedigendem Stande. Es ist an der Zeit, die Aufmerksamkeit weiter jüdischer Kreise auf die P. L. D. C. zu lenken. Ihr etwas schwerfälliger Name soll kein Hindernis sein, sie eben so populär zu machen, wie es die Siedlungsgenossenschaft, die ihr Werk noch gar nicht begonnen hat, heute schon ist, umsomehr die P. L. D. C. schon nach kurzem Bestand schöne praktische Erfolge aufzuweisen hat. Die Pfundaktien dieser Gesellschaft sind zweifellos eine sichere Kapitalsanlage. Aller Voraussicht nach werden sie früher oder später auch ein gutes Erträgnis abwerfen. Hoffen wir, daß es einer unermüdlichen Aufklärungsarbeit gelingen wird, durch Absatz dieser Aktien, der P. L. D. C. zu einem ansehnlichen Kapital zu verhelfen. Dadurch würde das schwere Werk der jüdischen Kolonisation in Palästina eine mächtige Förderung erfahren. V Landwirtschaftliche Kolonisation in Palästina. Von Dr. J, Thon, Jaffa. Der Handel und die Industrie in Palästina sind unter den gegebenen Bedingungen wenig ausdehnungsfähig und bieten nur geringe Aussichten für neue Ansiedler. Der Handel ist überwiegend in den Händen der Araber, welche für denselben gleiche Qualifikationen besitzen, wie die Juden, und daher schon aus diesem Grunde sehr ernste und nicht leicht zu verdrängende Konkurrenten sind. Sie besitzen außerdem noch genaue Kenntnisse der Landesverhältnisse und eine sehr hohe Anspruchslosigkeit, worin ihnen die eingeborenen Juden wohl mitunter gleichkommen, niemals aber neueingewanderte. Neue Handelszweige, die von Immigranten eingeführt werden könnten, wie auch solche Zweige, die europäische Geschäftsführung und gute Handelsverbindungen mit europäischen Ländern voraussetzen, sind vorläufig nicht zahlreich und können nur allmählich ausgenützt werden. Eine bedeutende Ausdehnung des Handels hat ein energisches und sachverständiges Eingreifen der Regierung zur Voraussetzung. Eine Verbesserung der Kommunikationsverhältnisse ist hierbei eine Conditio sine

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