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Palästina · 1907-09-01 · Heft 9-12 (September 1907) · p. Seite 315

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Journal
Palästina
Volume
4 (1907)
Issue
Heft 9-12 (September 1907)
Article
Maletto-Rinde für Gerbzwecke [Nachricht]
Date
1907-09-01
Page
Seite 315 (sequence 2)
Language
German
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315 — Pflanzung von Eucalyptus occidentalis auch in Palästina zu versuchen. Solche Versuche kosten so gut wie nichts und selbst im ungünstigsten Falle dürfte der Maletto-Baum nicht schlechter gedeihen als andere Eucalyptus-Arten in Palästina. Es wäre sicherlich viel damit gewonnen, wenn den bisherigen landwirtschaftlichen Produkten Palästinas durch systematischen Anbau auch die GrerbsstofTe angereiht würden. Schon gedeihen dort Sumach,. Shinia und Valonea — und wenn es gelänge dort eine Eucalyptus- Ärt zu kultivieren, die nicht nur Sümpfe austrocknet und Holz, liefert, sondern auch noch einen wertvollen Exportartikel in Gestalt der Gerb rinde hergäbe, so wäre damit ein wichtiger weiterer Schritt auf dem Wege der Entwicklung des Landes getan. £Ti teratur: Dr. Johannes Paesler: Über Maletto-Pinde. — Deutsche Gerber-Zeitung 1905, Nr. 53—58 — Auch separat erschienen: Verlag F. A. Günther's Zeitungsverlag, Berlin W. 35. — Außerdem : Pharmaceutical Journal 1905, p. 14.1, sowie Journal of' Agriculture of West-Australia, Januar 1906). D. T. Wir sind in der Lage, hinzuzufügen, daß Prof. O. Warburg schon an mehrere Stellen in Palästina den Samen dieses Eucalyptus occidentalis geschickt hat und dieselben dort gut gekeimt sind und sich bisher zufriedenstellend entwickelt haben. Es dürfte sich für den Inhaber von Mandel-, Wein- und Olivenpüanzungen empfehlen, diesen Baum am Rande der Pflanzungen und an den Wegen zu kultivieren.. Ueber die Ebene von Adana schreibt in der Zeitschrift „Der Deutsche" Gustav Herltin Konstantinopei. Der Haupthafen der Ebene von Adana ist Mersina; Anamur, Selefke, Karatasch, Yumurtalik und Ayas haben nur geringe Bedeutung. Mersina ist eine kräftig aufblühende Stadt mit lebhaftem Handel; es vermittelt die Ausfuhr der«Erzeugnisse der Ebene und der nördlich. vomTaunus gelegenen Gebiete und versieht sie mit fremden industrieartikeln. Die Ausfuhr beträgt gegen 18 Millionen Mark und besteht in der Hauptsache aus Baumwolle, Sesam, roher Wolle, Gerste, Hafer, rohen Häuten, Teppichen, Wachs, Chagualgummi, Früchten, Ölsamen usw. Nach Deutschland gehen u. a. Chrom und andere Erze und Baumwolle. Die Einfuhr beläuft sich auf ungefähr 10 bis 12 Millionen Mark und besteht aus Baumwolle und Eisenwaren, Maschinen, Zucker, Petroleum usw. Dasdeutsche Reich liefert zumeist Eisenwaren, Drogen, Spirituosen, Glas usw.^Mersina wird im Durchschnitt von jährlich 330—340 Dampfern angelaufen und zwar von österreichischen,, englischen, türkischen, französischen, russischen, deutschen (deutsche Levantilinie) usw. Die Segler fuhren fast ausschließlichlich die ottomanische Flagge. Von Mersina führt eine 67 km lange Eisenbahn über Tarfur nach Adana, dem Sitze der Vilajetsregierung. Adana ist eine aufstrebende Stadt, die sich auch in den letzten Jahren sehr verschönert hat. Wenn erst die Bagdadbahn bis dorthin fertig sein, wird, dann kommt die Zeit der Blüte für Adana und die ganze Ebene, das mächtige unwegsame Taunusgebirge im Norden erschwert gegenwärtig ganz außerordentlich den Verkehr aus Innenkleinasien mit der Südküste, die Bagdadbahn wird aber diese Hindernisse beseitigen und manche Güter über Adana nach Mersina ans Meer führen,, die heute nach Smyrna oder Haidar Pascha gehen. Die Sicherung von Frachten ist heute schon, wo die Bahn noch gar nicht gebaut ist, ein Ziel, dem die Leiter-

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