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Palästina · 1907-09-01 · Heft 9-12 (September 1907) · p. Seite 311

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
4 (1907)
Issue
Heft 9-12 (September 1907)
Article
[Rezension]
Date
1907-09-01
Page
Seite 311 (sequence 2)
Language
German
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— 311 — Obereigentum des Staates, die Metruke-Ländereien, welche dem allgemeinen Nutzen dienen, und die Mevat-Länder, die von niemand benutzt und besessen werden. Im zweiten Buche ist das Wakkuf- Land behandelt, d. h. diejenigen Ländereien, welche von ihren Eigentümern zu wohltätigen Zwecken gestiftet sind und im Öbereigentum einer besonderen Wakkuf-Behörde stehen. An Merkwürdigkeiten sind u. a. zu erwähnen der Umstand, daß es auch im türk. Rechte wie im germanischen ein Stockwerkseigentum gibt, ferner bei dem Institut der Verjährung eine „Abwesenheit mit Heisefrist", vergleichbar der römisch-rechtlichen ^Absentia in provincia." Auf einige Abschnitte des Werkes kommen wir vielleicht später näher zurück. Dr. Tannenwald-Hamburg. Verschiedenes. Mineralerze in Syrien. Das Vilajet Aleppo weist Mineralerze in reichem Maße auf. Bereits in Europa vorgenommene Analysen berechtigen zu den größten Erwartungen. Die Vorkommen harren jedoch noch der Schürfung und Erschließung. Mangels zureichenden Kapitals, guter Straßen, billigen Transports und Erleichterungen seitens der Regierungsbehörden ist bis jetzt noch keine einzige Mine regelrecht ausgebeutet worden. Das Vorkommen folgender Minerale ist bisher festgestellt: Silber, 18 englische Meilen nordwestlich von Marasch; Kupfer, l1^ englische Meilen südöstlich von Aleppo; Eisen, 12 englische Meilen westlich von Zeitun; Kohle, 70 englische Meilen südöstlich von Aleppo. Außerdem wird Antimon, Mangan, borsaures Magnesia und Erdharz in der gebirgigen Umgebung von Alexandretta, Gips am Jebul-See und Walkton bei Aleppo und Killis gefunden, indes roter, gelber und schwarzer Marmor in der Umgegend von Aleppo, Killis, Marasch und Aintab gebrochen wird. Das Valoneageschäft in Smyrna. Eine vorn 20. März laufenden Jahres datierte Mitteilung der Expositur des k. k. österreichischen Handels-Museums in Smyrna bemerkt über das dortige Valoneageschäft: Die Valoneaernte des Jahres 1906 betrug ca. 1,100.000 Kantars {1 Kantar 56 kg) gegen 1,250,000 Kantars im Jahre 1905. Die Qualität war, im Durchschnitt genommen, ziemlich schlecht, von guten Sorten kamen nur geringe Qualitäten auf den Markt Wenn trotz dieser ziemlich schlechten Ernte die Preise nicht steigen, sondern im Gegenteile bei manchen Sorten zurückgingen, so ist dies nur durch das fortwährende Sinken des Valoneakonsums zu erklären. Die europäischen Gerbereien

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