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Palästina · 1907-09-01 · Heft 9-12 (September 1907) · p. Seite 296

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Journal
Palästina
Volume
4 (1907)
Issue
Heft 9-12 (September 1907)
Article
Die Einnahmen der Dette publique Ottomane [Nachricht]
Date
1907-09-01
Page
Seite 296 (sequence 3)
Language
German
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— 296 — Dagegen hat die Stempelsteuer, die sich in den Jahren 1320 und 1321 an die zweite Stelle geschwungen hatte, stark enttäuscht. Der Rückgang beträgt nicht weniger als 19,5 %. Dies hat seine Ursache darin, daß das Jahr 1321 durch die Zählungsstempelgebühr in der Provinz anormal gestiegen war, dann auch, weil das neue Gesetz verschiedene Befreiungen vorsieht. Die Spiritussteuer, die vor einigen Jahren die zweite Stelle einnahm, ist an die dritte gerückt und zeigt einen Zugang von 4,61 %; sie setzt sich aus einer Wein- und Spiritus Steuer (99 772), Lizenzen (43317) und Bier und Alkoholzölle (140 000) zusammen. Man findet also bei der Weinsteuer ein ziemlich beträchtliches Minimum (—16 000 LT.), bei Bier und Alkohol dagegen ein Plus von 28 000 LT. Die Steuer würde aller Wahrscheinlichkeit nach viel ergiebiger sein, wenn die in Angriff genommene Alkoholreform vorwärts käme. Die Wein ausfuhr ist weiter beträchtlich gefallen von 22 1U bezw. 13V8 bezw. 9,3 Mill. auf 8,3 Mill. kg. und zwar sind die Departements Adrianopel, Mytelene, Ismidt und Konstantinopel die Hauptveiiustträger. Die Hauptabnehmer sind Deutschland, Aegygten, Italien, Oesterreich-Ungarn und Holland. Dagegen ist die Biererzeugung von 2 Mill. bezw. 3,6 bezw. 5,39 auf 6,46 Mill. LT. gestiegen, und zwar entfällt die Mehrung auf Konstantinopel mit 0,78 Mill. und Salonik mit 0,3 Mill. kg. Die Fisch er ei gebühren haben ein Minus von 18 % zu verzeichnen gegenüber dem vorjährigen 'Rekordjahr; die Gebühren setzen sich zusammen aus Fisch- und Räucherrechten, Ausfuhrzöllen und Lizenzen; das Minderergebnis ist zurückzuführen auf den Umstand, daß im Vorjahr ein außerordentlich ergiebiger Fang verschiedener Salm- und Steinbutten arten zu verzeichnen war. Die Seiden zehnten haben ebenfalls einen Rückgang zu verzeichnen, bedingt durch schlechte Ernte. Die Strafgebühreneinnahme zeigt gleichfalb einen kleinen Rückgang, und der Agiogewinn hat durch den hohen Kurs der Medschiclsch gewonnen. Die enorme Zunahme des Tabakzehnten um 40% ist zum Teil auf die gute Ernte, zum Teil auf die Vorversorgung der Händler zurückzuführen. Das Vorhergehende analysierte die Einnahmen des Rechnungsjahres 1906/07, wir kommen nun zu den Einzelheiten der Betriebsausgaben, der Zinszahlung und der Schuldentilgung. Die den Bondholclern nach Abzug der Unkosten zur Verfügung stehende Summe beträgt 2 653 210 LT. Zur Nettosumme kommen wir, indem von der Bruttoeinnahme von 3 244 423 LT. abzuziehen sind:

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