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Palästina · 1907-09-01 · Heft 9-12 (September 1907) · p. Seite 294

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
4 (1907)
Issue
Heft 9-12 (September 1907)
Article
Die Einnahmen der Dette publique Ottomane [Nachricht]
Date
1907-09-01
Page
Seite 294 (sequence 1)
Language
German
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— 294 — Die Einnahmen der Dette publique Ottomane ergaben im letzten Jahrein Bruttozahlen 3 225 912 LT. und zwar erbrachten (1318) (1319> (1320) (13211 (\522) oder 1902(03 1903|04 1904)05 1905|06 H906IOZ X522 $n \32l LT. LT. LT. LT. LT. 0/ Pünf indirekte Steuern ' und Tabakzehnten 1 781447 1825 575 1896 600 2 079 439 2 079 W — 0,00* Zahlungen der Tabakregie 760 957 829 793 883 510 875 474 379-879 -4-0,505 Ostrumelischer Tribut 342 059 114 020 H4 020 114 020 020 0 Zoll auf Cypern 102 596 102 596 102 596 102 596 *02 596 0 Zoll auf Tumbeki _50 000 50 000 50 000 50 000 50 000_0 Bruttoeinnahme 3 037 059 2 921984 ÖU46 72Ö 3 2'<il 529 5 225 912 _|~ Q,tf6 Das heißt also, daß trotz des exzeptionellen Jahres 1318, wo Bulgarien über Nacht vertragstreu wurde und drei Jahrgänge auf . einmal zahlte, das Jahr 1322 ein absolutes Rekordjahr bildet. Sehr interessant ist das Eindringen in die Natur der Bruttoeinkünfte, die zweckmäßig nach drei Gesichtspunkten geordnet, sich einteilen lassen in 1. direkt verwaltete Einkünfte, 2. verpachtete und 3. feste Anweisungen. Zu Kategorie 3 gehören der ostrumelische Tribut mit ursprünglich 265 000 LT., die Zollanweisungen auf Cypern ursprünglich 130000 LT.. und auf Tumbeki 50 000 LT.; in Wirklichkeit erbrachten sie diesmal wie seit vier Jahren nur 266616 LT. Auf dem Berliner Kongreß und später gelegentlich des Separatabkommens mit Griechenland sind an diesen Staat, an Montenegro,. Serbien, Rumänien, an das neugeschaffene Fürstentum Bulgarien große Gebietsteile der Türkei abgetreten worden, und Oesterreich- Ungarn hat wichtige Provinzen okkupiert, die, wie ja die vorjährige Reise Kaiser Franz Josephs bezeugt, nie mehr restituiert werden. Nun ist das Recht der Schuldensukzession auf dem Berliner Kongreßfestgesetzt worden, sodaß Montenegro für seinen Zuwachs von 100 Quadratmeilen und 113000 Seelen, Serbien für seine Vergrößerung von 150 Quadratmeilen, Rumänien für die Dobrudscha mit 280- Quadratmeilen und 200000 Seelen, Bulgarien mit seinen 1000 Quadratmeilen die entsprechende Kopf- und Raumquote von der alten türkischen Staatsschuld hätten übernehmen müssen. Auch Oesterreich- Ungarn hätte für Bosnien-Herzegowina mithin für 1000 Quadratmeilen und 1 250 000 Seelen wenigstens formell zugestehen müssen, daß bei Verwandlung der Okkupation in definitiven Besitz die Schuldenfrage im Sinne der Schuldensukzession gelöst werden müsse. Nun haben alle diese Staaten, einschließlich Griechenlands, das im April 1881 ganz Thessalien und den südlichen Teil von Epirus anektierte, bis« zur Stunde nicht nur keinen Groschen an Zins und Amortisation auf den auf sie entfallenden Teil der türkischen Schuld gezahlt,, sondern der wichtigste, vorbereitende Schritt, die genaue Berechnung des Quotenteils Serbiens, Montenegros, Rumäniens, Bulgariens und Griechenlands resp. Oesterreich-Ungarns ist noch nicht unternommen worden. Gelänge es, diese Staatenjmateriell verantwortlich zu machen,.

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