Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 4 (1907)
- Issue
- Heft 9-12 (September 1907)
- Article
- Die anatolische Bahngesellschaft [Nachricht]
- Date
- 1907-09-01
- Page
- Seite 282 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2379786-2379797-2379803--01310-2381784- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 282 — Kanals im Defile yoii Balikova, welcher die regulierte Verbindung der Flüsse Beyschehier und Tcharchamba herstellen soll; Anlage von Wasserwehren und drei Hauptreservoiren, eines Aquäduktes über den Tcharchamba, sowie zahlreicher 'Verteilungskanäle auf den zu bewässernden Ländereien liegen südöstlich .von Konia in der zur Zeit ziemlich öden, aber fruchtbar zu machenden Ebene zwischen Konia und Karaman und werden von der ersten Teilstrecke der Bagdadbahn durchschnitten. Es handelt sich um die Bewässerung eines Areals von rund 53 000 Hektaren, dessen Gretreideerträgnis nach Analogie der Produktion bewässerungsfähiger Landstriche in der Türkei bis zu 20 000 Waggons und mehr jährlich erreichen dürfte. Die Nutzbarmachung des fraglichen Areals wird sich im wesentlichen auf den Anbau von Weichweizen erstrecken, welcher für den Konstantinopler Lokalkonsum und für die Bedürfnisse der türkischen Armee leichten Absatz finden wird. Die Aussicht auf diese Transporte hat die Verwaltung der Anatolischen Bahnen veranlaßt, ein so mühevolles und kostspieliges Werk zu fördern. Sehr viel größer werden, so versichert die Verwaltung der Anatolischen EisenbahngeseDschaft, die Vorteile sein, welche bei Inbetriebsetzung der Bewässerung für den türkischen Staatsschatz und die zu bewässernden Distrikte zu erwarten sind. Der Vertrag beruht auf einem kaiserlich Ottomanischen Firman und ist unter Intervention der türkischen Regierung nach jahrelangen Vorstudien und Vorverhandlungen zustande gekommen. Die Arbeiten sollen durch Philipp Holzmann & Cie., Gr. m. b. H., in Frankfurt a. M. ausgeführt werden, welche Gesellschaft bekanntlich auch die Bahn nach Konia und die Strecke Konia-Karaman bis zum Tauras gebaut hat. Direktor der Bauarbeiten soll der in Diensten der Anatolischen Bahngesellschaft stehende Ingenieur H. Waldorp werden, der die Studien zu dem Bewässerungsprojekt geleitet und den Hafen in Haidar-Pascha angelegt hat. Bank für orientalische Eisenbahnen, Zürich. In den Verhältnissen dieses Trustunternehmens für Betriebsgesellscbaften des Orients hat sich im abgelaufenen jähre eine Reihe von wichtigen Veränderungen vollzogen. Der Umstand, daß der Bank aus dem Verkauf eines Teiles ihrer Aktien der Betriebsgesellschaft der orientalischen Eisenbahnen bedeutende Gelder zurückflössen, veranlaßte das Institut unter gleichzeitiger Höhenbewertung des Restbestandes, die bisherigen Namens-A ktien der Bank, unter Erhöhung des auf dieselben eingezahlten Betrags von 30 pCt auf 50 Prozent, also von 15 bis 20 Mill. Fr., in Inhaber-Aktien umzuwandeln. Ferner wurde die bisherige 4proz. Obligationenschuld von noch Fr. 4609 Mill. auf den 1. Juli d. Js. zurückgezahlt und an deren Stelle eine neue 4l/4proz. Anleihe von Fr. 30 Mill. zu 99 pCt. ausgegeben, unter Festsetzung der Bestimmung, daß künftig der umlaufende Obligationsbetrag nicht mehr als das anderthalbfache des eingezahlten Aktienkapitals betragen soll. Dagegen wurde die statutarische Bestimmung, daß Francs 10 Mill. aus den Ein-