Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 4 (1907)
- Issue
- Heft 9-12 (September 1907)
- Article
- Sichron Jakob [Nachricht]
- Date
- 1907-09-01
- Page
- Seite 276 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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— 27 o — . angehäuften Arbeiten weckten den Fleiß und Energie der Kolonisten und sie genügten all den schweren Anforderungen. Die Weinernte war in Sichron eine sehr gute, aber die niedrigen Preise, welche bis auf 9 Frank per Kantar sanken, brachten einen sehr kleinen Reinertrag, und wenn man nächstes Jahr den Zehnten in derselben Form zahlen wird, wird die Weinernte auch ein Defizit hinterlassen. Dagegen war die Getreideernte eine sehr befriedigende, so daß einige Kolonisten 4—5 Mille Francs Reinertrag von ihren Feldern hatten. Diese Erfolge haben alle Pessimisten . getäuscht. Ein Teil der Kolonie hatte unter der Überschwemmung des Regenwassers zu leiden.1) Der Gesundheitszustand der Kolonie ist ein verhältnismäßig besserer. Yiel hat man der Umsicht des Arztes Dr. Joffe auf diesem - Gebiete zu verdanken. — Rasch Pinah. Die Mandeln waren dieses Jahr nicht so ertragreich, doch ist - der Marktpreis so sehr gestiegen, daß kein Ausfall sein wird. —■ Die Weinernte war sehr gut, aber die Preise sind sehr gesunken. Die meisten Kolonisten machen Rosinen. Viele Weinreben sind an der Reblaus erkrankt, und deshalb beschlossen viele Kolonisten, die Weinreben zu entfernen und Olivenbäume zu pflanzen. Getreide war nicht sehr gut. — Zwei Kolonisten fingen wieder Versuche mit den Seidenkokons zu machen an, und sie hatten guten Erfolg, das spornte viele zur Nachahmung an; viele Kolonisten treffen Vorbereitungen für die Arbeit im nächsten Jahr. £isenbahnen und Verkchrsansfalten. Eisenbahnen in der Türkei. Die Hedjäsbahn, eines der bedeutendsten Werke der Neuzeit und ein Beweis für die nichterloschene Tatkraft des türkischen Volkes, wird in einigen jüngst erschienenen Schriften ihrer Bedeutung nach für die Erschließung neuer Kolonisationsgebiete und politischen Stärkung der Türkei gewürdigt. Einer solchen Arbeit von Eduard Mygind über Syrien und die türkische Mekkapilgerbahn (Verlag: Gebauer-Schwetschke, Halle a. S. 1906, Pr. Mk. 1.50) entnehmen wir nachfolgende Angaben: Das ottomanische Reich besitzt im Verhältnis zu seiner Ausdehnung und Bevölkerung am wenigsten Eisenbahnen von allen europäischen Mächten; sie betragen nämlich nur 5769 km, was *) Hier wäre Drainage am Platze. Hoffentlich vereinigen sich die Kolonisten, um diese Melioration durchzuführen. Es wäre dann anzunehmen, daß die J. A., . die diesen Grund gekauft hat, dieses Unternehmen unterstützen wird.