Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 4 (1907)
- Issue
- Heft 6-8 (Juni 1907)
- Article
- Palästinareise im Herbst 1907 [Nachricht]
- Date
- 1907-06-01
- Page
- Seite 201 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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— 201 — herigen Reisen ausgezeichnet hat, leitet auch diesmal die ganze Reise von Budapest bis Budapest. Nähere Auskünfte erteilt das genannte Reisebureau. Anmeldungen, zur Reise werden bis zum 15. September entgegengenommen. €isenbQhnen und Verkghrsanstaltgn. Anatolische Eisenbahn=Gesellschaft in Berlin und Konstantinopel. In der Generalversammlung vom 28. 6. d. J. wurde die Dividende auf 6 pCt. festgesetzt. In der Begründung des Antrages auf Kapitalserhöhung führte der Vorsitzende Bankdirektor Gwinner aus, daß die Gesellschaft beabsichtige, die Ebene bei und um Konia, die dürr und wenig fruchtbar sei, mit dem Wasser zweier in der Ebene befindlichen Seen zu bewässern. Diese seien anscheinend im Alter* tum schon zu demselben Zwecke benutzt worden und die von der Verwaltung mit den Vorarbeiten beauftragte Studienkommission sei darin übereingekommen, daß diese Bewässerung ohne übertriebene Kosten durchgeführt werden könne. Dadurch würde die Ebene äußerst fruchtbar, der Verkehr auf der Strecke Eski'Schehir— Konia erheblich gehoben und die Einnahmen bedeutend vermehrt werden können. Es sei dies um so mehr angebracht, als die türkische Regierung für diese Strecke einen Zuschuß von 7500 Fr. pro Kilometer und Jahr garantiere und zwar bis zur Erreichung einer jährlichen Bruttoeinnahme von 13 000 Fr. pro Kilometer und als die Differenz dieser beiden Summen bisher auf dieser Strecke nicht immer hat vereinnahmt werden können. Auch würde die Verwaltung dadurch in den von ihr verfolgten Bestrebungen, die Eisenbahnlinien von den Regierungszuschüssen nach Möglichkeit zu befreien, wesentlich unterstützt werden. Auf einer Linie seien die Einnahmen bereits soweit gestiegen, daß die türkische Regierung schon einen Anteil an den Bruttoeinnahmen erhalten konnte und auf der anderen Strecke hätten die Einnahmen die von der Regierung übernommene Garantie nahezu erreicht. Die Bewässerung solle mit dem Gelde der Gesellschaft für Rechnung der Zivilliste des Sultans ausgeführt werden. Dieser gewähre aber nur sehr geringe Zinsen, so daß sich die Gesellschaft durch die Einnahmen aus dem Verkehr bezahlt machen müsse. Sobald das Werk in Angriff genommen wjrde, würde die Verwaltung in die Lage kommen, 20 Millionen Fr. aufwenden zu müssen. Allerdings würden Jahre vergehen, bis diese aufgebraucht sein würden, da nur allmählich die Bedürfnisse an die Gesellschaft herantreten werden. Die Verwaltung halte es nun nicht für zweckmäßig, die Gesellschaft ihrer sehr erheblichen flüssigen Mittel zu berauben, da ferner das augenblickliche Verhältnis der Obligationsschuld zu dem Aktienkapital kein günstiges und es besser ist, wenn dieses jenes übersteige, so beabsichtige die Verwaltung, die erforderlichen Mittel durch Erhöhung des Aktienkapitals zu beschaffen. Der Sultan und die türkische Regierung haben dazu prinzipiell ihr Einverständnis schon erteilt, aber ein schriftlich formulierter Vertrag liege noch nicht vor. Deshalb suche die Verwaltung die Ermächtigung nach, das zur Zeit vor* handene Aktienkapital verdoppeln zu dürfen. (In der Bilanz per 31. Dezember 1906 wird ein Kapital von 66 998500 Fr. nachgewiesen, wovon 24 810 200 Fr. noch nicht eingefordert sind). Die Generalversammlung erteilte einstimmig diese Ermächtigung und überließ dem Aufsichtsrat die Festsetzung des Zeitpunktes und der Höhe des jeweilig einzuberufenden Kapitals. Die Gesellschaft weist für 1906 einen Rückgang des Betriebsüberschusses von 6090373 Frcs. in 1905 auf 5088673 Frcs. aus. Dieser Rückgang ist das Resultat