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Palästina · 1907-06-01 · Heft 6-8 (Juni 1907) · p. Seite 199

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Journal
Palästina
Volume
4 (1907)
Issue
Heft 6-8 (Juni 1907)
Article
Kredit für Petach-Tikwah [Nachricht]
Date
1907-06-01
Page
Seite 199 (sequence 2)
Language
German
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— 199 — auf geschäftsmäßiger Basis für die Entwicklung unserer palästinensischen Kolonien von allergrößter Bedeutung ist ^umsomehr als das türkische Gesetz einen Hypothekar* Kredit nicht kennt), so wird es von Interesse sein, Einzelheiten hierüber anzugeben. Die Kreditgewährung soll hier auf Grund der Garantie der Anglo Palestine Comp, erfolgen, die sich von Seiten der Kolonisten in den verschiedensten Arten absolut sichern kann. Unsere Bank darf selbst, wie bekannt, weder langfristige Kredite, noch solche auf Land geben, wohl aber ist sie in der Lage bei entsprechender Sicherheit und gegen eine gewisse Gebühr anderen Geldgebern gegenüber zu garantieren. Da auch in Anbetracht der Landesverhältnisse der Zinsfuß der Bank für einen Agrarkredit zu hoch sein muß, so hat dieses indirekte Verfahren den dreifachen Nutzen, die Mittel der Bank nicht in Anspruch zu nehmen, der A. P. C. nicht unerhebliche Gewinne zuzuführen und den Kolonisten ausländisches Geld zu niedrigen Zinsen zugänglich zu machen. In dem in Rede stehenden Falle soll eine Auszahlung der Anleihe in 18 Jahren erfolgen und zwar in Jahresraten von 8 %, wovon die Hälfte auf Zinsen und die Hälfte auf Amortisation geht. Bei regulärem Bankkredit in Palästina pflegen ca. 8 % allein für Zinsen draufzugehen. — Die hier geschilderte Metode billiger Geldbeschaffung vom Ausland unter Garantie der A. P. C, ist der Weg, auf dem voraussichtlich noch vieles für die Entwicklung jüdischer Positionen im Lande geschehen kann. Landkauf in Wad el Chanin. Ebenfalls im Anfang Mai wurde ein zwischen den Kolonien Wad el Chanin und Ness Zionah gelegenes Landstück von ca. 600 Dunam erworben, durch dessen Ankauf diese beiden Kolonien von argen Unzuträglichkeiten befreit wurden. Das fragliche Landstück war nämlich ein Teil eines keilförmig zwischen den beiden Kolonien gelagerten arabischen Besitzes, durch den der Verkehr zwischen beiden Ansiedlungen außerordentlich erschwert war. Auch ohne diesen speziellen Grund sind Gebietserweiterungen bei den Kolonien um Jaffa besonders willkommen zu heißen, weil sich dadurch eine immer bessere Abrundung des Kolonienbesitzes in diesem wichtigen Distrikt ergibt. Veto der Türk, Regierung gegen die judische Umlaufsmünze, Der ,,Frankfurter Zeitung" (27. Juni 1907) wird aus Jerusalem geschrieben: Bisher kursierte hier eine ganz geringe Münze, auf welche jüdische Initialen geprägt waren und welche die arme Bevölkerung hier eingeführt hatte, um kleineres Wechselgeld zu haben. Diese Münze hat sich allmählich vollkommen in die Geschäftswelt eingeschlichen. Nun ist die türkische Regierung dahinter gekommen und hat ihr Veto eingelegt. Die Reorganisation der Chalukkah. Zufolge der auf der Palästina-Konferenz in Frankfurt (im Sommer vorigen Jahres) angeregten Reorganisation der Chalukkah hat die Amsterdamer Chalukkah-Verwaltung im Einvernehmen mit der deutschen die Grundzüge der geplanten Reorganisation festgesetzt. Von dem Erfolge dieses Werkes wird wahrscheinlich auch die Reor^ ganisation der ungarischen, russischen und galizischen Chalukkah abhängig sein. Die so angebahnte zweckmässigem Verwendung der Chalukkah'Gelder ist entschieden

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