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Palästina · 1907-06-01 · Heft 6-8 (Juni 1907) · p. Seite 184

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Journal
Palästina
Volume
4 (1907)
Issue
Heft 6-8 (Juni 1907)
Article
Die Aliance Israélite Universelle
Date
1907-06-01
Page
Seite 184 (sequence 2)
Language
German
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— 184: — genommen, Die andern wurden meist in Ägypten untergebracht, als Angestellte bei den israelitischen Großgrundbesitzern. Diese Plätze sind aber immer seltener geworden. In den Kolonien haben die Ansiedler kaum Arbeit genug für die eigenen Kinder und die zahlreichen russischen Zuwanderer. Die I. C. A. vermindert von Jahr zu Jahr die Zahl ihrer Verwaltungsbeamten. Die Ackerbauschulen der Alliance sind mit Personal reichlich versorgt, und die Zulassung zum agronomischen Institut erfolgt nur noch ausnahmsweise. Man ist davon abgekommen, Ägypten als eine Art gelobtes Land zu betrachten. Freilich ist Ägypten nach wie vor überwiegend ackerbautreibendes Land, und mehrere Glaubensgenossen besitzen doit ausgedehnte Ländereien. Aber die jüdischen jungen Leute können mit dem arabischen Landarbeiter, der sich mit einem lächerlichen Lohn begnügt, nicht konkurieren. Die Alliance-Zöglinge, die mit einer Fülle theoretischer und praktischer Kenntnisse die Anstalt verlassen und danach ein Volontärjahr absolviert haben, um sich mit der ägyptischen Landwirtschaft vertraut zu machen, beanspruchen auch eine angemessene Entlohnung. Übrigens bevorzugen die Verwalter der ägyptischen Großgrundbesitzer die eingeborenen und muselmanischen Werkführer, die die arabischen Arbeiter mit der Peitsche traktieren, während diese Arbeiter sich von einem Fremden auch nicht einen Nasenstüber würden gefallen lassen. Es besteht die Gefahr, daß die jungen Leute den landwirtschaftlichen Beruf verlassen und schlechtbezahlte, aber leichte Anstellungen im Handelsgewerbe annehmen. Die Ungewißheit ihrer Zukunft hat viele Zöglinge entmutigt. Als ein neuer Ausweg für sie wurde nun Kanada gewählt. Mit Hilfe der Alliance, der I. C. A. und des Baron Hirsch- Fonds können einige Zöglinge nach Kanada gehen, um dort eine Zeitlang als Arbeiter tätig zu sein und dann Pächter zu werden. Von den 28 Schülern, die den neuen Jahrgang darstellen, waren 5 aus Rußland, aus Gallipoli, von Demotica und den Dardanellen, die 23 anderen stammen aus Syrien, nämlich : 10 aus Jaffa, 4 aus Liberias,?> aus Rischon, 2 aus Damaskus, 2 aus Jerusalem, 1 aus Wad-el-Hanin und 1 aus Saida, Eine betrübliche Folge der Vorherrschaft des syrischen Elementes ist die Einschleppung von Augenkrankheiten. Es gab im Jahre 1905/00 im ganzen (530 Millimeter Regen. Das ist ein normaler Durchschnitt: aber der Regen war verspätet, vielfach Platzregen von Hagel begleitet. Die tonartige und feste, schnell gesättigte Erde, die trotz vorhergegangener Entwässerungen häufig und. lange überschwemmt war, das andauernde Stehen der Gewässer hat das Wachstum des Unkrauts zum Nachteil des größten Teiles der Nutzpflanzen begünstigt, die sich nicht entfaltet haben oder durch den Sirocco zu Schaden gekommen sind. Abgesehen von den Orangen-

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