Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 4 (1907)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1907)
- Article
- Strategische Eisenbahnen [Nachricht]
- Date
- 1907-05-01
- Page
- Seite 140 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Aleppo 1× ep/1047811
- Skopje 1× ep/1045731
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— MO — Um den großen Umweg über Konstantinopel zu vermeiden, hat das Ministerium 'der Orientalischen Eisenbahn-Gesellschaft den Vorschlag gemacht, eine Linie von .Rodosto am Manna ra-Meer nach der Station Muradli zu bauen und zu betreiben. Die Verhandlungen dürften jedenfalls in kürzester Zeit schon zu einer vollständigen ^Einigung führen. Der Weg von Rodosto nach Macedonien könnte noch mehr .abgekürzt werden, wenn Muradli in gerader Linie mit Dedeaghatsch verbunden würde. Hierfür würde aber wohl die Orientalische Eisenbahn^Gesellschaft nicht zu haben sein, da dann ihre fiauptlinie Adrianopel-Konstantinopel viel verlöre. Die neue Linie Rodos'o-Huradli wird aber erst dann ihren vollen Wert erhalten, wenn auf der asiatischen Seite entsprechende Zufahrtslinien gebaut werden. Was nutzt die Abkürzung der Eisenbahnfahrt in Europa, wenn die mit der Anatolischen Eisenbahn ankommenden Truppen 100 km vor Haidar-Pascha aussteigen und zu Fuß nach Brussa marschieren müßten, von wo sie mit der Bahn nach Mudania und von da mit dem Schiff nach Rodosto befördert würden. Diese Umständlichkeit kann durch Verlängerung der Eisenbahn Mudania-Brussa bis zum Anschluß an die anatolische Eisenbahn vermieden werden. Von hoher strategischer und auch wirtschaftlicher ^Bedeutung wäre auch eine Bahn von Panderma, einem Rodosto gegenüberliegenden >Hafen mit neuen Kunstbauten, nach Sorna, einer Station der Smyrna-Kassaba-Bahn. Dieses Projekt wurde voriges jähr von einer belgischen Gruppe verfolgt, kam aber durch den Konkurrenzneid der Franzosen zu Fall. Durch diese Linie Panderma- Sorna könnten auf kürzestem Wege die Truppen aus Vorderkleinasien ans Marmara- Meer befördert werden. Wenn die Bagdadbahn bis Aleppo ausgebaut sein wird, dann können auch Truppen aus Westarabien und Syrien ans Marmara-Meer geschafft werden. Die türkische Kriegsverwaltung verläßt sich aber nicht ausschließlich auf den meinen Schienenweg, der von Haidar-Pascha ins Innere von Kleinasien vordringt, sondern schenkt auch dem Truppentransporte zur See ihre Aufmerksamkeit. Wo feindliche Kriegsschiffe nicht zu fürchten sind, wie in einem Kriege mit Bulgarien, werden die Truppen von Westkleinasien und Syrien besser und schneller zu Wasser .nach Europa befördert werden können. Vom Ägäischen Meere führen zurzeit nur zwei Bahnlinien ins Innere: von Saloniki nach Usküb und nach Monastir, und von Dedeaghatsch nach Adrianopel. Jetzt soll noch eine Seitenlinie von der Jonction -Salonique-Constantinople'Bahn an das Meer gebaut werden. (Schles. Ztg. 29. IV. 07.) Verschtedgngs. Reinigung* von Olivenöl, 1) Zu 100 Liter Öl fügt man 5 g Zitronensäure resp. den Saft von 3 Zitronen und rührt um. Sodann fügt man 2 kg Beinschwarz sowie 10 Liter heißes Wasser und rührt sodann etwa 1 Stunde. Nach 5—6 Tagen kann man das gut geklärte Öl abgießen. 2) Man kocht 3 kg Rinde der Steineihe rrit 10 Liter Wasser auf 2l/2 Liter ein und gießt diese Flüssigkeit sowie 10 Liter kochendes Wasser zu 100 Liter Öl. Man rührt eine Stunde und gießt nach 8—10 Tagen ab. 3) Man fügt 1 kg. gut abgepreßten Fruchtsaft zu 100 Liter Öl und rührt 2 Stunden lang. Nach dem Absetzen des Saftes gießt man das klare und einen angenehmen Fruchtgeschmack besitzende Öl ab. (Nach dem Journal general de 1' Alg6rie et de la Tunesie.) OFür die Redaktion verantwortlich Dr. J. Thon, llalensee.— Verlag der Kommission zur Erforschung Palästinas (Prof. O. WarburgX Berlin W. 15. — Druck von E. Grüner, Bernau-Berlin