Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 4 (1907)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1907)
- Article
- Tätigkeit der Deutschen Palästina-Bank im Jahre 1906 [Nachricht]
- Date
- 1907-05-01
- Page
- Seite 131 (sequence 2)
- Language
- German
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— i3i — Reiseunternehmungen gepflegt, Die Zuweisung der finanziellen Transaktionen für die im Entstehen begriffenen großen Bauten, welche von gemeinnützigen und religiösen Gesellschaften der verschiedensten Bekenntnisse in jerusajem und Um* gegend aufgeführt werden, liefern den Beweis für unsere vorzüglichen Beziehungen zu diesen Hauptfaktoren, die zusammen mit der von jeher gepflegten intimen Ver* bindung mit der einschlägigen Geschäftswelt uns einen guten Nutzen ließen und uns ein lukratives Geschäft in streng solidem Rahmen auch für die Zukunft erwar^ ten lassen. Eine sehr starke Konkurrenz, über deren erhebliche Verschärfung auch die anderen Niederlassungen berichten, machte sich in Jaffa fühlbar. Das Ergebnis unserer Filiale hat denn auch mit den gesteigerten Umsätzen nicht gleichen Schritt gehalten, immerhin hat es das vorjährige überschreiten können. Mit Genugtuung hebt aber der Bericht Jaffas hervor, daß es trotz aller Bemühungen der Konkurrenz keinen seiner früheren Kundtn verloren, wohl aber eine ganze Anzahl neuer hinzu* gewonnen habe. Eine günstige Ernte und der geregelte und auch regere Export in Cerealien und Orangen gaben unserer Filiale lohnende Beschäftigung. Uebereinstimmend melden die Berichte, daß sich der Inkassoverkehr, dem wir besondere Aufmerksamkeit schenken, bedeutend gehoben habe. Wir können ferner mit Befriedigung feststellen, daß das Vertrauen zu unserer Bank stetig zunimmt und in ganz bedeutend höheren Einlagen von Depositengeldern auch praktisch in Erscheinung tritt. Ein inniges Zusammenarbeiten unserer Filialen ermöglichte ihnen ein weiteres intensiveres Bearbeiten des Hinterlandes und eine geeignete Verwendung der jewei* ligen unbeschäftigten Kapitalien durch Austausch, so daß der weitere Ausbau unseres Filialnetzes sich als glücklich und vorteilhaft erwiesen hat. Im ganzen hat das Jahr 1906 unsere Erwartungen voll erfüllt. Wesentlich gesteigerte Umsätze, bedeutend höhere Bruttogewinne sind, trotz ganz bedeutend verschärfter Konkurrenz, das Ergebnis. Demgegenüber stehen allerdings auch höhere Unkosten, die durch die weitere Ausdehnung unserer Tätigkeit in Zentrale wie Filialen entstanden. Immerhin können wir einen Reingewinn von M. 70 376.74 gegen M. 66120.21 im Vorjahre verzeichnen. Eine Mittel' zum Teil sogar gute Ernte erscheint für 1907 schon jetzt ge* sichert. Die eingangs erwähnten günstigen Umstände machen sich weiter bemerkbar, Depositeneinlagen und Inkassoverkehr wachsen weiter, so dass wir uns zu guten Hoffnungen für das laufende Geschäftsjahr berechtigt halten. Den Reingewinn beantragt der Vorstand, wie folgt zu verteilen: 5 °/o zum gesetzlichen Reservefonds . . M. 3 518.84 6»/0 Dividende a. M. 800 000.- Akt.-Kap. „ 48 000.— Abschreibung zur weiteren Verstärkung der Konto-Korrem>Reserve.....„ 12 00C — Tantiemen an Aufsichtsrat und Vorstand „ 4 367.15 Vortrag auf 1907 . . M. 2 490.75 Die Einnahmen setzen sich zusammen aus Zinsen in Höhe von 98994 M., Agio 45 690 M., Provision 1297 M.; die Unkosten betrugen 75605 M. Die deutsche Orientbank, die zu Beginn des Jahres 1906 von der Dresdner Bank, dem A. Schaaffhausenschen Bankverein und der Nationalbank für Deutschland mit 16 Mill. Mk. Aktienkapital