Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 4 (1907)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1907)
- Article
- Mittelschule in Jaffa [Nachricht]
- Date
- 1907-03-01
- Page
- Seite 98 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Mentioned entities
- Beirut 2× ep/1047833
- Haifa 1× ep/1047930
- İzmir 1× ep/1047963
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- 98 — Spenden der Herren Wissotzki und Weinstein erworben; eingetragen aber wurde es auf den Namen des Vorsitzenden der ,,AIliance Israelite Universelle" Herrn Levenaus Paris. Später (während der gemeinsamen Tätigkeit der „Alliance" und des Komitees in der Jaffaer Schule) hat auch die Alliance 5000 Fr. für dieses .Landstück ausgegeben, während das Komitee damals schon 41 000 Fr. darauf verausgabt hatte. Zurzeit nun betrachtet sich die Alliance als einen ebenbürtigen Mitbesitzer dieses Terrains und verweigert dessen Übergabe an das Komitee selbst in dem Falle, daß man ihr die 5000 Fr. zurückerstatte. Um diese unbestimmte Situation ein für alle' mal zu beseitigen, hat das Komitee seinen Vorsitzenden Herrn M. M. Ussischkin nach Paris entsandt, damit er mit der „Alliance" verhandle. Die Versammlung sprach sich in dem Sinne aus, daß das Komitee nur dann an die Errichtung eines Schulgebäudes herantreten solle, wenn es ihm gelingen wird, sich die vollständige Autonomie in Fragen der inneren Verwaltung zu sichern und die rechtliche Sanktion, seines Besitzrechtes zu erhalten. Postverkehr zwischen Jaffa und Jerusalem. Bekanntlich haben die fremden Mächte in Palästina ihre eigenen Postanstalten. Da dieser fremde Postdienst der Kontrolle der türkischen Regierung nicht unter^ liegt, hat die Regierung unter hoher Konventionalstrafe den verschiedenen syrischen Bahnen die Beförderung fremder Postsäcke untersagt. Deutschland, England, Frankreich, Rußland und Österreich-Ungarn einigten sich infolgedessen und unterhalten einen eigenen, von der Eisenbahn unabhängigen Postbetrieb, der zwischen Jaffa und Jerusalem seit einer Reihe von Jahren ausgezeichnet funktioniert. Ein großmächtiger Postwagen verläßt nachmittags Jaffa und trifft früh morgens in Jerusalem ein. Dieser Postwagen wird jetzt, wie die Frankf. Zeitg. meldet, da er letztens einen Angriff von Beduinen abwehren mußte, auf Antrag des Generalgouverneurs von Beirut durch, türkische Zaptiehs gesichert werden. Getreidehandel in Syrien und Palästina. Der Kaiserliche Generalkonsul in Beirut berichtet unterm 13. Februar 1907: Die Nachfrage nach Weizen war im Dezember v. J. und Januar d. J. in den türkischen Provinzen Smyrna und Archipel besonders lebhaft. Von Beirut wurden in dieser Zeit 1353 t Weizen ausgeführt, von denen nur 388 t nach Europa gingen. Die Ausfuhr dauert fort, besonders in Haifa, Lattakia und Tripolis. Alexandrette verfrachtete im Dezember, v. J. 605 t Weizen, von denen 255 t nach Ägypten gingen> während der Rest von 350 t nach anderen türkischen Häfen gebracht wurde. Der Preis stellt sich auf 17 Franken für den Doppelzentner frei an Bord. An Gerste wurden während der Monate Dezember und Januar aus Beirut 201 t nach Ägypten und 3685 t nach Europa ausgeführt. Gaza verfrachtete 1800 t nach England. Zur Zeit ruht die Ausfuhr von Gerste, da der Preis von 12,75 Fr. frei Bord für den englischen Markt zu hoch ist. Handel mit Jordanwasser. Fromme Christen legen besondern Wert darauf, bei der Taufe ihrer Kinder Wasser aus dem Jordanflusse verwenden zu können. Es ist nun interessant, daß eine amerikanische Firma diesen Umstand zu geschäftlichen Zwecken auszunutzen verstand und aus dem Jordarrwasser einen amerikanischen Importartikel machte.