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Palästina · 1907-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1907) · p. Seite 41

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
4 (1907)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1907)
Article
Deutscher Handel mit dem Orient [Nachricht]
Date
1907-01-01
Page
Seite 41 (sequence 1)
Language
German
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— 41 — Deutscher Handel mit dem Orient. Unter der Firma „Deutsches Orient'Handels-Syndikat" hat sich in Berlin eine (Gesellschaft gebildet, welche die Förderung und Ausdehnung der deutschen Handels' Interessen im Orient und die Erleichterung und Sicherung des Handels-Verkehrs der deutschen Kaufmannschaft nach diesem Gebiete bezweckt. Durch seine General- Agenturen in Belgrad, Bukarest, Sofia und Konstantinopel und Agenturen in Smyrna, Saloniki und Adrianopel übernimmt das Syndikat die direkte Vertretung für Waren- Import und Export. Eine Anzahl hervorragender Firmen im Orient hat sich dem Syndikat bereits angeschlossen. Deutsche Orientbank. In einer am 19. Januar stattgehabten außerordentlichen Generalversammlung wurden in den Aufsichtsrat zugewählt: Konsul Fr. Achelis, in Firma Jon. Achelis u. Söhne, Vizepräsident des Aufsichtsrates des Norddeutschen Loyd in Bremen, Kapitän z. See Karl Ferd v. Grumme, Direktor der Hamburg-Amerika-Linie, Hamburg, und Alfred Stürken, in Firma Trann, Stürken und Co,, Hamburg. Jerusalem in London. Aus London wird geschrieben: Im Juni dieses Jahres wird man in der Londoner landwirtschaftlichen Halle ein seltsames Schauspiel geriessen können. Drei Wochen lang wird man sich in ein Miniatur-Jerusalem versetzt sehen. Mehr als dreitausend freiwillige Arbeiter haben ihre Teilnahme bereits versprochen, und man wird nicht nur Erzeugnisse der Jerusalemer Industrie schauen, sondern auch ihrem Entstehen, ihrem Werden, der Arbeit, kurz, dem Leben Jerusalems beiwohnen können. So wird eine Nazarener Zimmerwerkstatt im Betrieb veranschaulicht werden, die landwirtschaftlichen Nethoden des alten Jerusalems werden durch Landarbeiter praktisch vorgeführt, und allerlei realistische Szenen sollen von dem Leben des fernen Ostens ein anschauliches Bild geben. Für Altertümer und Antiquitäten aus dem gelobten Lande wird eine besondere Abteilung eingerichtet. Türkische Zollreform. Der Voss. Zeitung wird telegraphiert: Kon stant in opel, 1. März. Der Ministerrat hat sämtliche Forderungen, die von England hinschtlich der Zollreform als Bedingung für die 3proz. Zollerhöhung gestellt wurden, angenommen. Ein diesen Beschluß genehmigendes Jrade des Sultans wurde gestern abend erlassen. Das türkische Naturalisations=Gesetz. Im Artikel 1 des im Jahre 1882 von der türkischen Regierung erlassenen Gesetzes über Einwanderung und Niederlassung von fremdländischen Kolonisten (vergl. Altneuland 1906, 10/11) ist die unbedingte Forderung aufgestellt, daß die Einwandernden türkische Untertanen werden. Diese - Forderung ist aber von den wenigsten Einwanderern nur erfüllt worden. Im Jahre 1885 berichtet nun schon einmal der ^Hamagid', er habe aus zuverlässiger Quelle erfahren, daß der damalige Widerstand der türkischen Regierung gegen eine jüdische Einwanderung in Palästina einzig und allein auf die Erwägung zurückzuführen sei, daß die Aufnahme von Juden, die noch Bürger europäischer Staaten sind, politische Verwicklung mit diesen Staaten herbeiführen könnte. Die Türkei würde aber ihre traditionelle Gastfreundschaft den Juden gegenüber auch weiter üben, wenn die Einwanderer sich entschließen würden, türkische Untertanen zu werden..... Allerdings hat die türkische Untertanen*

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