Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 4 (1907)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1907)
- Article
- Ein Beitrag zur Kartenkunde und zum Vermessungswesen Palästinas
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 14)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
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— 21 — keit, die körperliche Widerstandsfähigkeit und Energie der mit der Arbeit beauftragten Männer erzielt werden konnte. Bei der damaligen Unsicherheit des Landes und bei den schlechten Verkehrsverhältnissen war diese Arbeit mit grossen Schwierigkeiten verbunden. Zu verschiedenen Malen wurden die Lager von Eingeborenen überfallen, und die Mitglieder der Expedition an Leib und Leben bedroht, auch hatten sie alle an den sich mit den Strapazen einstellenden Krankheiten, Fieber und Dysenterie, zu leiden. Ein Mitglied musste sein Leben lassen, und zwei andere waren gezwungen, abzureisen, um nicht von demselben Schicksale ereilt zu werden. Die Karte des Palestine Exploration Fund war dazu bestimmt, den biblischen Studien zu dienen. Durch die vorher beschriebenen Aufnahmemethoden war ein diesem Zwecke entsprechender Genauigkeitsgrad erzielt worden. Die Karte hat bis jetzt ihren Zweck erfüllt und wird es auch in Zukunft auf viele Jahre hinaus tun. Eine Karte aber, die der wirtschaftlichen EntWickelung Palästinas in der in der Einleitung dieses Aufsatzes gewünschten Weise dienen könnte, hat der Palestine Exploration Fund nicht geschaffen. Einer solchen müsste eine bessere Höhenkontrolle durch ausgedehnte geometrische Nivellements zu Grunde gelegt werden, es müsste die Detailaufnahme durch Bassolen- und Theodolitzüge kontrolliert werden, und die Darstellung der Gebirge hätte viel sorgfältiger und durch Niveaukurven im Höhenabstande von 20—25 Fuss zu erfolgen. Die trigonometrische Punktbestimmung des Palestine Exploration Fund ist bedauerlicherweise auch nicht so genau, dass die weitern Guts- und Gemarkungsaufnahmen im Interesse der Kolonisation daran angeschlossen werden könnten. 12. Einen weiteren sehr wertvollen Beitrag zur Erforschung des Ostjordanlandes lieferte Baurat Dr. G. Schumacher aus Haifa durch seine Aufnahmen im Dscholan, Adschlün und der Beika, deren Ergebnis er in einem grössern Kartenwerke niedergelegt hat, das demnächst vom Deutschen Palästinaverein der Öffentlichkeit übergeben wird. 13. Ausser diesen grossen Kartenwerken entstand eine ganze Anzahl von Aufnahmen kleinerer Teile des Landes in grösserem Massstabe und grösserm Genauigkeitsgrade. Es sind die Aufnahmen der Archaeologen und Geologen, die in verschiedenen wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht wurden, ferner