Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 4 (1907)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1907)
- Article
- Ein Beitrag zur Kartenkunde und zum Vermessungswesen Palästinas
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 18 (sequence 11)
- Language
- German
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— 18 — 3) das barometrische Nivellement mit Quecksilber- und Aneroidbarometer. Das geometrische Nivellement. Schon während der Wilson'schen Aufnahmen von 1865 und 1866 war ein Nivellementszup; von Jaffa nach Jerusalem der Landstrasse folgend und von Jerusalem nach Jericho und dem toten Meere (bei Rujum el Bahr) entlang der alten Römerstrasse gelegt worden. Im Jahre 1875 wurde ein zweiter Nivellementszug von dem Golf von Akka, in der Nähe des Dorfes Meschdel, in der Richtung von Tiberias begonnen und 1877 beendet und das Niveau des Seespiegels mit 682,5 Fuss unter Meeresniveau berechnet. Letzteres Nivellement wurde mit einem 10 zölligen Instrumente ausgeführt und als Kontrolle wurde von einem zweiten Beobachter mit einem 5 zölligen Theodolite l) nivelliert. Das trigonometrische Nivellement. Mit der Triangulation wurden gleichzeitig Höhenwinkel in beiden Fernrohrlagen beobachtet und an die Fixpunkte des geometrischen Nivellements angeschlossen oder an der Meeresküste an das Niveau des Seespiegels wie z. B. der trigonometrische Punkt „Turm Caeserea", dessen Höhe durch direktes Loten zum Seespiegel ermittelt wurde. Zur Bestimmung der Station Karmelkloster wurde am Seeufer eine kleine Basis von 427 Fuss gemessen, von deren beiden Enden die Kuppel anvisiert wurde. Die Berechnung ergab 556 Fuss Höhe. 3, Barometrische Höhen wurden in grosser Zahl mit Aneroiden gemessen, und wenn möglich mit korrespondierender Beobachtung des Quecksilberbarometers. Astronomische Bestimmungen. Für Zeit wurden Sonnenhöhen beobachtet, für Breitenkontrolle Polarstern und Spica, für Meridian und Azimuth der Polarstern. Berechnung der Triangulation und trigonometrischen Höhenmessung. Beide wurden in Southampton berechnet und der Genauigkeitsgrad der ersteren folgendermassen definiert: „Innerhalb 30 Meilen im Umkreise der Basislinien ist der höchst zu *) Diese Kontrolle kann nur als Schutz gegen grobe Messungsfehler angegeben werden.