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Palästina · 1907-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1907) · p. Seite 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
4 (1907)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1907)
Article
Ein Beitrag zur Kartenkunde und zum Vermessungswesen Palästinas
Date
1907-01-01
Page
Seite 14 (sequence 7)
Language
German
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— 14 — der Lady Burdett Conde in die Lage gesetzt war, die Vorstudien zu beginnen. Der Chef der Generalstabsaufnahme hatte auf Verlangen des Komitees den Kapitän C. W. Wilsoi* mit 6 Mann des Kgl. Ingenieurkorps nach Jerusalem abkommandiert, um Jerusalem und Umgebung topographisch aufzunehmen. Die Wilson'schen Berichte aus Jerusalem trugen viel zum Zustandekommen des „Palestine Exploration Fund" bei, und so fand schon am 27. Juli 1865 die erste Sitzung der Gesellschaft statt, in der 2000 £ für Forschungen und Ausgrabungen bewilligt und Kapitän Wilson mit der Leitung der Expedition betraut wurde. Die Expedition war in geodätischer Hinsicht insofern wichtig, als durch sie die 49 neuen Orts- und Zeitbestimmungen zwischen Beyrouth und Hebron gemacht wurden- Im Jahre 1871 machte Prof. Palmer für den Palestine Exploration Fund Routenaufnahmen in der Wüste Tih. In demselben Jahre wandte sich das Komitee des Palestine Exploration Fund durch Zeitungsartikel und öffentliche Vorträge an das Publikum und machte Stimmung für eine topographische Neuaufnahme des Westjordanlandes und es gelang wirklich während der ersten 8 Jahre 27 600 £ zusammen, zu bringen. Die Kosten für die Vermessung und die Forschungsarbeit. während der ersten 8 Jahre betrugen . . 18000 £ Für Bureauausgaben......... 5200 „ Für Publikationen.......... 4400 „ 27600 „ Von dieser Summe fiel also auf die Vermessung 65 °/o, auf die Verwaltung 19 °/o> auf die Veröffentlichungen 16 %. Vermessungsmethoden a) Im ganzen Lande wurde eine einheitliche Arbeitsmethode angewendet. Nachdem ein Lager bezogen worden war, wurden von diesem aus geeignete Punkte für trigonometrische Stationen aufgesucht und konische Steinhaufen von 6 bis 10 Fuss Höhe aufgeschichtet. In manchen Fällen wurden konische Haufen von Buschwerk um einen Pfahl geschichtet, oder wenn auf Anhöhen Welyss) vorhanden waren, diese als trigonometrische Stationen benutzt. Die Steinhaufen oder Kuppeln der Welys wurden dann weiss getüncht.!) Nach „The Survey of western Palestine" von Conder. 2) Welys sind Schech-Gräber oder Mausoleen.

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