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Palästina · 1907-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1907) · p. Seite 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
4 (1907)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1907)
Article
Palästina
Date
1907-01-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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fest: alle die gediegenen Männer mit gutem Willen und tüchtigen Fachkenntnissen, die in Palästina gearbeitet haben und arbeiten, stimmen darin überein, dass Palästina und der benachbarte Orient zu den zukunftsreichsten und für eine jüdische Kolonisation aussichtsvollsten Ländern gehören. Soll dies zum Wohl und Nutzen der Juden gereichen, so müssen Juden das Land befruchten, mit ihren Händen und ihrem Kapital. Ebendasselbe wird auch von nichtjüdischer Seite hervorgehoben. Die amtlichen Konsularberichte betonen übereinstimmend den ökonomischen Aufschwung der Türkei in den letzten Jahren, wobei stets auch der jüdischen Kolonisation als eines bedeutenden Faktors dieses Aufschwungs gedacht wird. Der Wert der Aus- und Einfuhr ist für Jaffa allein in den letzten Jahren um mehr als 25% gestiegen und wird jetzt auf ca. 30 Millionen Frcs. geschätzt. Die türkischen Finanz Verhältnisse bessern sich andauernd merklich, sodass die Einnahmen der dette publique sich gegen das Jahr 1882 verdoppelt und die Gesamteinnahmen des türkischen Staates um etwa 40 % vermehrt haben. Durch Einführung geordneter und moderner Verkehrs Verhältnisse, die bereits einen guten Anfang genommen haben, wird die bessere Ausnutzung der mitunter so schlecht verwerteten Produktion des Landes ermöglicht werden. Das Land ist, wie nur wenige in der Welt, für eine intensive Gartenkultur geeignet* Bei richtiger Bewirtschaftung,, nach Vornahme geeigneter Ameliorationen wird es sicherlich mit den fruchtbarsten Teilen Italiens, Südfrankreichs und Südspaniens in Konkurrenz treten können. Kapitalkräftige Unternehmen könnten in rationeller Weise die reichen Bodenschätze des Landes (Phosphate, Asphalt, Schwefel, Salz, Kali, Brom — viellaicht auch Petroleum) ausnutzen und für industrielle Zwecke die ausgezeichneten Wasserkräfte verwerten. Zu diesen allgemeinen günstigen Bedingungen des Landes tritt für uns Juden als besonders ins Gewicht fallendes Moment hinzu, dass wir hier schon eine so ansehnliche Summe von Arbeit geleistet und bereits eine beachtenswerte Stellung errungen haben. Tatsächlich erstreckt sich auf Palästina die Tätigkeit der wichtigsten jüdischen Organisationen und Parteigruppen, sodass sich hier schon die Interessen des grössten Teiles der Judenheit treffen: neben der stärkst organisierten jüdischen Partei der Zionisten, die zahlreichste der Orthodoxie; neben der kapitalkräftigsten Institution der Jewish Colonization

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