Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 2 (1903-1904)
- Issue
- Heft 3-6
- Article
- Wirtschaftliche Lage im Sudan [Nachricht]
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 246 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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— 246 — am blauen Nil, hat bedeutende Fortschritte gemacht, und wenn man allein die zu diesem Zwecke aufgewendeten Transportkosten für Materialien in Betracht zieht, erkennt man, welches Vertrauen die Unternehmer und Bauherren auf den nahe bevorstehenden Aufschwung in der kommerziellen Entwickelung des Landes setzen. (Nach Bulletin Commercial.) * Die Grenzen Palästinas. (4. Buch Moses, 34. Kapitel, Vers 1—12). 1. Der Herr redete zu Mose also: 2. Gebiete den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land Kanaan kommt, das Land, das Euch zum Erbe zufällt, so soll das Land Kanaan mit seinen Grenzen sein wie folgt: 3. Die Südgrenze soll anfangen von der Wüste Zin neben Edom und wird gezogen vom südöstlichem Ende des Salzmeeres. 4. Dann wendet sich die Grenzlinie südlich von Maale Akrabim über Zin und zieht sich von dort südlich von Kades- Barnea nach Hazar Addar hinüber nach Azmon. 5. Vom Azmon zieht sich die Grenzlinie nach dem Bache Aegyptens bis an das (mittelländische) Meer. 6. Und die Westgrenze ist das grosse (mittelländische) Meer —■ das soll die Westgrenze sein. 7. Die Nordgrenze wird diese sein: Vom grossen Meer sollt ihr messen bis zum Berge Hör. 8. Und von dem Berge Hör zieht die Grenzlinie gen Hamath und die Grenze endet an Zedad. 9. Dann wird sich, die Grenzlinie hinziehen gen Sifron und schliessen bei Hazar Enan. Das ist die Nordgrenze. 10. Dann geht die Grenzlinie nach Osten von Hazar Enan nach Sefam. 11. Und weiter geht die Grenze herab von Sefam nach Ribla, östlich von Ajin und weiter steigt die Grenze nieder und wendet sich zur Küste des Sees Kinneret (Tiberias-See nach Osten. 12. Und die Grenze reicht herab bis zum Jordan und endet am Salzmeere. Das sei euch das Land nach seinen Grenzen ringsum. * Das „grössere Palästina" Philos von Alexandrien. „Jerusalem ist meine Vaterstadt und die Hauptstadt nicht bloss von Judäa, sondern von so vielen anderen Ländern wegen der Kolonien, die wir von Zeit zu Zeit in die benachbarten Länder, nach Aegypten, Phönizien, Syrien, sowohl in dessen übrigen Teil als auch in denjenigen, welcher Cölesyrien genannt wird, ausgeschickt haben, ebenso in die entfernteren Länder, Pamphylien, Cilicien, die meisten Teile von Asien bis nach Bithynien und das Innerste von Pontus, auch nach Europa, Thessalien, Böotien Mazedonien, Aeolien, Attika, Argos, Korinth und in die meisten und vornehmsten Teile des Peloponnes. Auch sind nicht nur die festen Länder mit jüdischen Kolonien angefüllt, sondern auch die vornehmsten und berühmtesten Inseln, Euböa, Cypern, Kreta. Ich übergehe die jenseits des Euphrat gelegenen Provinzen; mit Ausnahme einiger wenigen werden alle diese, wie Babylon und die weiter hinauf umliegenden Herrschaften, welche die fruchtbarsten Ländereien haben, von den Juden bewohnt.** (Philo von Alexandrien, Gesandtschaft an den Cajus. In der Eckhardschen Uebersetzung (Leipzig 1883) Seite 117,)