Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 2 (1903-1904)
- Issue
- Heft 1-2 (1904.None.1903)
- Article
- Malaria in Ismailia und Suez [Nachricht]
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 111 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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— 111 — der Sumpfstellen effektuieren lässt. Bezüglich Port Saids meint Ross, dass die Angestellten der Compagnie durch ein einmal wöchentlich auszuführendes Hineingiessen von Petroleum in die Cisternen die Mosquitos schnell aus der Umgebung der Stadt vertreiben könnten, (Bull, de la Soc. Et. Colon. No. 3 1903.) # Die Einfuhr von Datteln in die Vereinigten Staaten von Nord-Amerika. Während 1892 nur 562 629 lbs. Datteln nach den Vereinigten Staaten eingeführt wurden, betrug die Einfuhr im Jahre 1896 schon 13 680 302 lbs. und im Jahre 1901 18 434 917 lbs. Die für 1901 (Juni 1900 bis Juni 1901) angegebene Menge wurde •durch folgende Produktionsgebiete geliefert: 34 720 Frankreich .... 16 135 121 England..... 9 215 510 1 760 12 76 703- Englisch-Indien . . 947 533 Hong-kong .... 25 288 Japan ...... 29 Asiatische Türkei . 7 130 092 Verschied. Länder in 987 014 Algerien und Tunesien — 18 434 917 Cbs Danach figuriert England mit der höchsten Ziffer, während Algerien und Tunesien gar keine Datteln nach den Vereinigten Staaten ausführen sollen. Jedoch sind diese beiden Länder bedeutende Produzenten von Datteln. In der englischen Ziffer dürften mithin, ausser den Datteln von der Asiatischen Türkei und Aegypten, auch diejenigen von Algerien und Tunesien zum Teil enthalten sein Die französische Ausfuhr, in welcher selbstverständlich die algerischen Datteln enthalten sind, war 1895 2 852 lbs. gleich, 1898 14 588 lbs., 1899 107 601 lbs., 1900 45 421 lbs. und 1901 16 135 lbs. Die Ursachen dieses Umschwunges in der französischen Ausfuhr von Datteln nach den Vereinigten Staaten Nordamerikas sind von grossem Interesse, uns aber nicht näher bekannt. (Bull, de la Soc. Et. Colon. No. 3, 1903.) * Mehrere Zeitungen berichteten kürzlich: Eine der eigenartigsten Sonderausstellungen in der künftigen Weltausstellung in St. Louis dürfte die Nachbildung eines Teiles des jetzigen Jerusalems sein. Die Idee dieser Nachbildung hat ein Herr Alexander Konta. ein Ungar von Geburt, gehabt, der seit zwölf Jahren in St. Louis lebt. Der Gedanke hat besonders bei der gesamten Geistlichkeit in Amerika lebhaften Widerspruch gefunden, und ebenso hat sich eine Anzahl von Kapitalisten, unter ihnen viele Deutsche, die in St. Louis leben, mit Konta zusammengetan, um den Plan ins Werk zu setzen. Die Nachahmung der heiligen Stadt kommt an einem der besten Plätze innerhalb der Ausstellung zur Ausführung. Es wird die Stadt Jerusalem mit den Haupttoren, genau in Grösse, Farben und nach den besten Photographien aufgebaut. Es werden sogar aus Palästina Steine für den Bau der Tore herangeschafft. Innerhalb der Stadtmauer wird man die Omarmoschee finden, die auf der Stelle steht, die früher der Tempel einnahm, ebenso wird die Kirche des heiligen Grabes genau nachgeahmt werden. Auch die Via Dolorosa, die Christus auf seinem Wege zum Kalvarienberge ging, wird aufgebaut werden. Selbst die Klagemauer der Juden wird man in diesem nachgeahmten Jerusalem linden, ja sogar einige echte Steine aus der wirklichen Klagemauer sollen hier in die Mauer in St. Louis eingelassen werden. Der Turm Davids, der Bogen, unter dem Pilatus stand, als er die Juden fragte, ob sie Christus freigeben wollten, und ähnliche interessante Bauten wird man in diesem Jerusalem sehen. Ausserhalb der Mauer nach Westen werden das Kidrontal, der Garten von Gethsemane und der Oelberg dargestellt werden. Das hügelige Terrain des Ausstellungsplatzes gestattet sogar eine sehr genaue Kopie jener Gegend in Palästina. Schafherden, die aus Palästina bezogen sind, werden unter palästinensischen Hirten im Kidrontal und auf dem Oelberge tagsüber weiden. Fünfhundert Eingeborene von Jerusalem, Männer, Frauen und Kinder aller Nationen, sozialen Schichten und Beschäftigungen werden zur Bevölkerung des imitierten Jerusalems nach St. Louis gebracht. Das Leben und Treiben in der heiligen Stadt soll aufs sorgfältigste nachgeahmt werden. Man wird Verkaufsläden finden, die Wechsler, die Gold- und Silberschmiede, die Weber, dip Seidenwirker die Drechsler, welche aus Olivenholz und aus Perlmutter Waren herstellen, wird man bei ihrer Arbeit sehen. Täglich werden Umzüge und Festlichkeiten stattfinden, durch welche das Leben und Treiben im wirklichen Jerusalem den Besuchern gezeigt werden wird. Die Kosten dieser eigenartigen Ausstellung sind ganz bedeutende. Der Aufbau und die Einrichtungen in dem imitierten Jerusalem werden vier Millionen Mark kosten, und der Betrieb während 'der Ausstellungs-