Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1903-01-01 · Heft 1-2 (1904.None.1903) · p. Seite 49

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
2 (1903-1904)
Issue
Heft 1-2 (1904.None.1903)
Article
Die Jüdische Orient-Kolonisations-Gesellschaft
Date
1903-01-01
Page
Seite 49 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2379786-2379793-2379795-2380698--00503-2380797
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

— 49 — DIE JUEDISCHE ORIENT-KOLONISATIONS- OESELLSCHAFT. DIE VORGESCHICHTE UND ENTSTEHUNG. Von Davis Trietsch. Der Gedanke der Begründung von jüdischen Kolonien auf genossenschaftlicher Grundlage und dem Orient ist bei wettern älter als die obengenannte Gesellschaft. Der Verfasser dieser Zeilen hat bereits vor Jahren in Verbindung mit einigen Freunden eine solche Genossenschaft ins Leben zu rufen versucht. Die Sache scheiterte damals daran, dass es nach Ansicht der Teilnehmer an -den grundlegenden Besprechungen an den notwendigsten theoretischen Grundlagen noch zu sehr fehlte und dass es riskant sei, in einer Sache, bei der gewisse neue Prinzipien zur Geltung kommen sollten, mit der Praxis zu beginnen, bevor noch die Theorie eine gewisse Probezeit hinter sich gehabt hätte. Diesen Gesichtspunkten zufolge, die besonders Leo Motzkin damals vertrat, wurde statt der geplanten Genossenschaft zunächst ein V er ein unter dem Namen „Scha'are Zion" (Tore Zions) begründet. Wir können zur näheren Charakteristik der damaligen Gruppe nichts Besseres anführen, als das Wesentlichste vom Inhalt des kurzen Programms, mit dem der Verein damals an die Oeffentlichkeit trat, und dessen erste Publikation die hier reproduzierte Kartenskizze war. Diese Kartenskizze enthält, wie der aufmerksame Leser bemerken wird, sozusagen eine graphische Zusammenstellung des Programms und eine Anzahl von Angaben, die für die damalige Zeit, in der die Palästinakunde noch in ihren Kinderschuhen steckte, fast eine Tat war. In der Kartenskizze findet die Absicht einer Konzentration der jüdischen Wanderung in und um Palästina einen Ausdruck in der Tabelle: Entfernungen von Palästina. Palästina ist in der Tabelle wie in der Zeichnung deutlich das Zentrum. Gegenüber der herkömmlich gewordenen Euphratgrenze, die als 56 Meilen vom eigentlichen Palästina angegeben wird, finden wir einen energischen Hinweis an die Insel Cypern in der einfachen Angabe einer Entfernung von 28 Meilen, sowie darin, dass Cypern als erstes Nachbarland der Reihe genannt ist. Aegyptisch-Palästina, welches auf der zweiten Tabelle (über Areal, Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte) an dieser Stelle zum erstenmal so bezeichnet ist, fehlt in der Entfernungsliste, weil es als Teil Palästinas keine Entfernung aufweisen kann, was auch für die Sinai-Halbinsel als unmittelbares Nachbarland insofern gilt, als «ine Entfernung, ein Zwischenraum eben nicht existiert. Ausser Cypern und 4

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.