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Palästina · 1902-02-01 · Heft 2 (Februar 1902) · p. Seite 87

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
1 (1902)
Issue
Heft 2 (Februar 1902)
Article
Die Schwammfischerei in der Levante [Nachricht]
Date
1902-02-01
Page
Seite 87 (sequence 2)
Language
German
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8' 17 — ländisclien Rohmaterials sind Triest und Venedig sowie Marseille, Genua und Livorno. Die preisbestimmenden Konsumcentren des Welthandels sind Paris, London, Hamburg und New York. Die feinste Ware bilden die kleinen, weissen, sehr weichen und engmaschigeh syrischen Schwämme, deren jährliche Ertragsmenge weit hinter der Nachfrage zurückbleibt; sie gehen fast ausschliesslich nach Paris. Der Ausfuhrwert syrischer Schwämme betrug im Jahre 1900 nur etwa 360 000 M., wovon auf das phönizische Tripolis rund ein Drittel entfiel. Cj^pern führte 1899 ebenfalls nur für 120000 M. Schwämme aus. # Konservierung von Früchten zum Export in Syrien. Während der letzten Jahre sind mehr oder weniger erfolgreiche Anstrengungen gemacht worden, syrisches Obst für den Export zu konservieren. Vor etwa ll/2 Jahren hat ein französisches Handels-Geschäft in Beirut eine Fabrik für Konservierung von Früchten und für Herstellung von Zuckerwerk und Konfekt eröffnet, deren Unternehmen in der Zukunft erfolgreich zu werden verspricht. Um wenigstens für einen Teil der diesjährigen Obsternte gerüstet zu sein, wurden etwa 5000 Konservenbüchsen aus Europa importiert. Da der Bezug fertiger Konservenbüchsen sich sehr kostspielig gestaltet, soll die Fabrik (C. Gailhac Rosalt & Company, Societe Francaise de Confiserie, Beirut, Syrien) beabsichtigen, nur Weissblech aus dem Auslande zu beziehen und Büchsen selbst herzustellen. (Nach American Manufacturer and Iron World.) # We'nproduktion und Ausfuhr Palästinas. Die Weine Palästinas gleichen den spanischen Weinen bezüglich des starken Alkoholgehaltes, unterscheiden sich aber von ihnen durch geringeren Gehalt an trockenem Extrakt. Wegen der letzteren Eigenschaft können sie bei der Einfuhr nach Deutschland und Oesterreich als Verschnittweine zum ermässigten Zollsatze meist nicht zugelassen werden. Von Weinreben, die aus Frankreich eingeführt wurden, werden in Palästina folgende Weine gewonnen: Herber Rotwein nach Art des Bordeauxweines von 12°/0 Alkoholgehalt und 4 bis 4,50%0 Säuregehalt. , Der Preis dieses Weines stellt sich auf 30 Franken für ein Hektoliter. Gewöhnlicher Rotwein nach Art des Weines von Carinena zum Preise von 15 Franken für ein Flektoliter. •Herber Weisswein nach Art des Sauterne von 14% Alkoholgehalt zum Preise von 30 Franken für ein Hektoliter. Gewöhnlicher Weisswein von 11 bis 12% Alkoholgehalt zum Preise von 20 Franken für ein Hektoliter. Ferner giebt es noch eine Sorte sogenannten Landweines von 10 bis 11% Alkoholgehalt im Preise von 15 Franken für ein Hektoliter. Die Ernte des Jahres 1900 belief sich auf 79 800 hl; die einzelnen Weinbaubezirke waren an dieser Ernte, wie folgt, beteiligt: Richon le Zion ... 35 000 hl Terusalem..... 10 000 „ Samarin..... 8 000 „ Sarona..... 8 000 „ Jaffa....... 3 000 „ Bethlehem .... 2 000 „ Hebron..... 2 000 „ Beitgenel und Latrun 1 000 „ Akka...... 300 „ Baitgialla'...... 300 „ Ramleh..... 200 „ Rosch Pina und andere 10 000 „ Von der Ernte des Jahres 1900 wurden nur ungefähr 21% und zwar nach folgenden Ländern ausgeführt: Ausfuhr- Wert Bestimmungsländer menge in hl Franken , Deutschland . . 9 300 179 500 Aegypten ... 5 000 102 500 Grossbritannien 780 17 200 Russland ... 620 12 800 Frankreich . . 500 12 000 Belgien . . . 500 10 000 Zusammen 16 700 334 000 (Nach einem Berichte des spanischen Konsuls in Jerusalem.) # Auf eine Anfrage, betreffend Büchersendungen nach Jerusalem, antwortet uns die „Deutsche Levante-Linie" (Hamburg): Bücher können (ebenso wie andere Waren) bis zum Gewicht von 10 Kilogramm als Postpacket reisen. Postpackete aus Deutschland nach Orten der Türkei — darunter J äff aund Jerusalem — kostenbei einem Gewicht bis zu 1 Kilogramm Mk. 1.—, von 1—5 Kilogramm Mk. 1.40, von 5—10 Kilogramm Mk, 2.—. Bei Zehn-Kilo- Packeten tritt das deutsche Inlandsporto für die Beförderung bis Hamburg hinzu. Für Sendungen grösseren Umfanges empfiehlt sich die Expedition nach dem „Tarif des deutschen Levante-Verkehrs über Hamburg seewärts" nach den Hafenplätzen der Levante. Von Berlin aus kosten je 100 Kilogramm Mk. 4.23 bis zum Gewichte von 5000 Kilogramm. Die für alle Fälle zur Erhebung gelangende Minimal.fracht beträgt zehn Mark. Wir glauben, dass zahlreiche Bücherspenden jahraus jahrein der National- Bibliothek verloren gehen, dadurch, dass

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