Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 1 (1902)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1902)
- Article
- Die wirtschaftliche und kulturelle Wirksamkeit der Juden in Palästina un den Nachbarländern
- Date
- 1902-02-01
- Page
- Seite 61 (sequence 11)
- Language
- German
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— 61 — 3. Eine zu grosse Uniformität in der Dauer des Unterrichtes. 4. Die Abendkurse. 5. Der Umstand, dass die Lehrlinge nach Beendigung des Kursus sich selbst überlassen blieben. Die Gewerbeschule in Jerusalem zählte am 1. Januar 1901 115 Schüler. Von 48 Handwerkern, die die Schule i. J. 1900 verlassen haben, üben 29 ihre Berufe in verschiedenen Städten des Orients aus, 2 studieren in der Professionalschule zu Freiburg, 17 haben das Handwerk ganz bei Seite geworfen. Die Ausgaben der Schule sind grösser als ihre Einkünfte, das Defizit beträgt 78 368,20 Frcs. und wird ausgeglichen auf Kosten der Alliance, der J. C. A. und privater Wohlthäter. II. Die Agrikultur. 2. Die landwirtschaftliche Schule in Jaffa. Die Berichte des Direktors der Schule, *M. Niego und zweier Professoren der Agronomie, M. Barichne und M. Freses besagen Folgendes: Die Zahl der Schüler war im Jahre 1899 205, im Jahre 1900 waren es 201. Von den 32, die den Kursus beendet haben, wurden 2 in das «agronomische Institut nach Paris geschickt, 8 in die neubegründete landwirtschaftliche Schule Or Jehude bei Smyrna, 2 weitere nach Margo- Tchiflik auf der Insel Cypern. Das Programm des Unterrichts ist so zusammengestellt, dass die ersten 3 Jahre dem theoretischen Unterricht und die 2 letzten den praktischen Arbeiten gewidmet sind. Im letzten Jahre hat der Ackerbau unter ungünstigen meteorologischen Bedingungen gelitten. Die wichtigsten Zweige des Ackerbaus, die in Mikweh getrieben werden, sind: der grosse Landbau, die Orangen- und Gemüsekultur und die Kultur der Futterpflanzen. Der „grosse Landbau" umfasste: 26 ha Korn; 9 ha Gerste; 27 ha Wicke; 15 ha Sesam; 15 ha Wassermelonen; 5 ha Gemüsegarten; 4 ha Lupinen. Das Getreide gedeiht nicht in diesen Gegenden, wenn der Boden nicht aufs Sorgfältigste bearbeitet wird. Statistik der Gross-Kultur: Korn Gerste Wicke Lupine Sesame Oberfl. des bearb. Bodens in Hektar 26 9 27 4 15 Produktion per Hektar in Hektolitern 14,10 27,45 2,73 4,50 1,66 Die Gerstenkultur ist die leichteste und vorteilhafteste, man erreichte mehr als 27 hl pro Hektar und in der Zukunft wird es möglich sein, 30 hl zu erreichen. Die Wickekultur brachte 2,73 hl auf 1 ha. Diese Pflanze bedarf eines ausgezeichnet bearbeiteten Bodens.