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Palästina · 1902-01-01 · Heft 1 (Januar 1902) · p. Seite 45

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
1 (1902)
Issue
Heft 1 (Januar 1902)
Article
Das Assuan-Reservoir [Nachricht]
Date
1902-01-01
Page
Seite 45 (sequence 2)
Language
German
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- -45 — Areal von 5000 auf 60 000 acres steigen, was, da der ungefähre Wert des Sommerschnittes 10 £ pro acre ist, lür diesen kleinen Distrikt eine Mehreinnahme von einer halben Million £ ausmacht. Unter-Aegypten braucht zu seiner gelingenden Bewässerung jahrein jahraus 1500 Millionen Kubikmeter Wasser. Wenn der Assuan-Damni fertig ist, wird der Zulluss des Nilwassers während der trockenen Jahreszeit mehr wie verdoppelt und diese Menge ist vollständig ausreichend. Aegypten geriiesst noch den Vorteil, dass ein Teil seiner armen Bevölkerung (Mr. Aird beschäftigt ausser den italienischen Arbeiter noch ca. 2000 Fellahs) bei einem für diese Leute hohen Tageslohn von 1 s eine lohnende und ihnen selbst zu gute kommende Beschäftigung findet. Palästina. In der Sitzung des Naturwissenschaftlichen Vereins in Hamburg, die am 23. Oktober unter dem Vorsitze des Herrn Direktor Bolau abgehalten wurde, berichtete Herr Dr. med. Kotelmann über seine Reise in Palästina. Eine solche Reise ist mit mancherlei Schwierigkeiten und Hindernissen verbunden. Hierher gehört die bei stürmischem Wetter unmögliche Landung, die Mangelhaftigkeit der Verkehrsverhältnisse und die an vielen Orten vorhandene Wassernot. Die meisten Reisenden pflegen in Jaffa zu landen und von da durch die Ebene Saron und das Gebirge Juda mit der Bahn nach Jerusalem zu fahren. Diese Stadt ist mit einer hohen Mauer umgeben, ihre Strassen sind eng und schmutzig; sie besitzt aber mancherlei Sehenswürdigkeiten. Unter diesen stehen die Omarmoschee auf dem alten Tempelplatze und die ans zahlreichen Kapellen bestehende Grabeskirche obenan. Interessant ist auch die Klagemauer der Juden, vor der sie über den Verlust Jerusalems klagen und beten, dass ihnen der Messias als Retter erscheine. Von den Umgebungen der Stadt verdienen das Thal Josaphat mit einer Anzahl alter Gräber und der Quelle Siloah, der Garten Gethsemane und vor allem der Oelberg Erwähnung. Ueber ihn fährt man auch, wenn man Bethanien sowie weiterhin Jericho, das Tote Meer und den Jordan besucht. Das Tote Meer führt seinen Namen mit Recht; denn alles Leben ist darin erstorben. Einen freundlicheren Eindruck macht der . Jordan, dessen Ufer stellenweise mit dichtem Gebüsch bedeckt ist. Trotzdem übertrifft der Norden Palästinas an landschaftlichen Reizen den Süden. Schon Haifa ist sehr schön am Fusse des Vorgebirges Karmel gelegen; auf der Landungsbrücke, die hier für unsern Kaiser gebaut worden ist, pflegen die Fremden gern zu sitzen und das tiefe Blau des Meeres und des Himmels zu bewundern. Ebenso macht das Bergstädtchen Nazareth einen freundlichen Eindruck, besonders im Frühling, wenn die blendend weissen Häuser aus der grünen Umgebung von Cactushecken, Feigen und Oelbäumen hervorglänzen. Den Preis aber verdient der See Tiberias mit dem gleichnamigen Orte; er erinnert an die Schweizer Seen, zumal man in der Ferne den schneebedeckten Gipfel des Hermon ragen sieht. In dem Orte wird noch heute hebräisch gesprochen. (Hamburger Nachrichten vom 28. 10. 1901.) Syrien. Beyrut, den 19. Oktober. Der Sultan hat, um den Hedschas-Bahnbau zu beschleunigen, sechs Ingenieure in Belgien engagieren lassen. Die in Konstantinopel unter dem Präsidium des Sultans stehende Kommission ist nämlich mit den langsamen Fortschritten des Bahnbaues unzufrieden und drängt den Chef-Ingenieur Meissner zur Beschleunigung, ohne die sich an Ort und Stelle ergebenden Schwierigkeiten und Friktionen in Betracht zu ziehen. Mit den neu engagierten Ingenieuren soll nun der Bau auch noch an mehreren weiteren Stellen in Angriff genommen werden. Nachstehende Angaben und Daten bieten ein genaueres Bild vom gegenwärtigen Stadium der Angelegenheit welche von der ganzen islamitischen Welt innerhalb der auch die Kosten des Werkes aufgebracht wurden, mit Interesse verfolgt wird. 1. Zwischen Damaskus und Derraa (gegen M'zrib): Auf den drei Bau-Losen bis Kilometer 50 sind die Erdarbeiten, bei welchen ungefähr 600 Personen verwendet werden, zu drei Vierteln fertig, von den übrigen Arbeiten nur etwa ein Viertel. Das vierte Bau-Los wird dieser Tage vergeben. 2. Von Derraa aus arbeiten Militärabteilungen und haben, über ein Kilometer Erdarbeiten vollendet. 3. Von M'zrib aus sind die Studien bis Ain-Zerka, die Erdarbeiten bis Kilometer 24 ausgeführt, das Geleise bis Kilometer 13,8 gelegt. Wenn "man die Länge der ganzen Linie mit mehr als 2000 Kilometern berechnet, so kann man sagen, dass bis jetzt kaum der vierzigste Teil des ganzen Baues ausgeführt ist. (Hamburger Nachr. 25. 10. 1901.) * Die Smaragd-Minen am Roten Meer. Die bekannten Smaragd-Minen der Cleopatra liegen in einer Gebirgskette, die sich an der westlichen Küste des Roten Meeres,

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