Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Journal
- Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Volume
- 1897
- Issue
- Heft 4 (Oktober 1897)
- Date
- 1897-10-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2378030-2378081-2378082--0076-2379701- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
15 P'NZWWMVDMUBWWMWWWMMM Discnssionsabende: Rabbiner Dr. Hochfeld: Judenthum und Hellenismus; Geschichtliche Entwicklung der messianischen Idee. Stud. jur. Klee: Schuda Halevy als Dichter und Philosoph. ^xxebbexQ (Hessen). Borträge: Lehrer Strauß-Marburg: Althebräische Sprachdenkmäler. Lehrer Steinhard-Magdeburg: Feindesliebe im Judenthum. Kirrrgerrkcrirsen. Vorträge: Distriktsrabbiner Dr. P. Kohn hielt einen Cyklus von Vorträgen, die im Zusammenhang die jüdische Geschichte und Literatur darstellten. KeLnbcrrrfen. Vorträge: Provinzialrabbiner Dr. Koref, an 2 Abenden: Nathan der Weise. Lehrer Strauß: Die Makkabäer.; derselbe: Kiddusch Hachamah. Der Verein ist in gedeihlicher Entwickelung, die Lesestunden werden besonders von jungen Kaufleuten rege besucht, die Bibliothek hat durch den Ertrag einer Lotterie wesentliche Bereicherung erfahren. g>erfenlurd?m=^affmfd?etö. Vorträge: Geheimrath Prof. Dr. Lazarus, Berlin: Wie und zu welchem Ende studirt man jüdische Geschichte und Literatur? Dr. Simchowitz, Köln: Die jüdische Rasse. Lehrer Rothschild, Wattenscheid: Sal. Gabirol und seine Dichtungen. Dr. Rippner, Glogau: Herder und seine Stellung zum Judenthum. Dr. David, Düsseldorf: Familienleben der Juden im Mittelalter. Dr. Rubens, Gelsenkirchen: Der Taldmud. Prof. Dr. Lefmann, Heidelberg: Ethik des Talmud. Dr. Wallerstein, Gelsenkirchen: Aus der Geschichte der jüdischen Aerzte. Lehrer Kaufmann, Gelsenkirchen: Zwecke und Ziele unseres Literatur-Vereines. An sämmtliche Vorträge mit Ausnahme des ersten schloß sich eine lebhafte und lehrreiche Diskussion. Besondere Diseussionsabende fanden nicht statt, Fragen aus dem Fragekästen wurden beantwortet: Wie hat sich das Gefühl der Gleichheit bei den Juden gebildet und auf welche Thatsachen ist es zurückzuführen? Wie ist unser -Gebetbuch entstanden, wer sind seine Verfasser? Was war der Haupterwerbszweig der Juden im Mittelalter? Wann begannen die Juden sich zu germanisiren? Waren die alten Hebräer ein kunstsinniges Volk? Welche Künste wurden von ihnen gepflegt? In welcher Zeit entstand die jüdische Musik resp. jüdischer Gesang? Wie entstand derselbe? Wie ist das Christenthum aus dem Judenthum entstanden? Aus welchem Grunde feiern wir das Purimfest? Hat diese Feier heute noch ihre Berechtigung? Wie gestaltete sich der Gottesdienst im Tempel zu Jerusalem? KLogcrrr. Vorträge: Rabbiner Dr. Rippner: Herders Stellung zum Judenthum. Dr. G. Karpeles: Was hat das Judenthum für die Cultur der Menschheit geleistet.