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Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland · 1897-10-01 · Heft 4 (Oktober 1897) · p. Seite 2

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Journal
Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
Volume
1897
Issue
Heft 4 (Oktober 1897)
Date
1897-10-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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in den vorangegangenen gewesen, allein gerade hierin erblicken wir ein Zeichen des Fortschritts. Viele Vereine besitzen bereits -Bibliotheken werthvoller wissenschaftlicher Werke, die den Mitgliedern, welche in ihren Vereinen Vorträge halten wollen, reichhaltiges Material bieten. Die Rednerliste, welche der Verband alljährlich an die Vereine versendet, ist für diese fast unentbehrlich geworden, da sie ihnen die Möglichkeit bietet, Reden und Themata nach eigenem Gntdünkeu zu wählen. Nur müssen wir wiederholt die Vereine auf zwei Punkte aufmerksam machen, 1) eine prompte Erledigung ihrer Wünsche bezüglich der Redner ist nur dann möglich, wenn diese Wünsche dem Secretariat frühzeitig mitgetheilt werden, 2) eine Ermäßigung des Honorars einzelner hervorragender Redner ist nur dann zu erzielen, wenn mehrere Nachbarvereine auf einen und denselben Redner für bestimmte nach einander folgende Tage reflektiren. Was dem Verbände bis jetzt leider nicht gelungen ist, das ist die Schaffung eines Fonds, um Wanderredner auszusenden, die in Vereinen kleinerer Gemeinden wie überhaupt an jedem Ort, wo eine Anzahl von Glaubensgenossen ein Gemeinwesen bilden, unentgeltlich Vorträge über jüdische Geschichte und Literatur halten sollen, um dadurch, dem ursprünglichen Ziele des Verbandes entsprechend, die Kenntniß von dem Wesen und Inhalt des Jndenthums in den weitesten Kreisen zu verbreiten. Allein dieses Ziel wird nur dann zu erreichen sein, wenn in erster Reihe die einzelnen Vereine, dann aber auch die Gemeinden die Bestrebungen des Verbandes zu den ihrigen machen werden. Verfehlt aber wäre es, wollten wir uns noch länger mit der Hoffnung schmeicheln, daß auch der Wissenschaft des Judenthnms ein Mäcen erstehen wird. Beherzigen wir lieber auch hierbei das Wort des großen Hillel: Wenn ich nicht für mich bin, wer ist für mich? und denken wir endlich an Selbsthilfe. Ueber diesen Pnnft wird der Ende December in Berlin stattfindende Verbandstag eine definitive Entscheidung zu treffen haben. Die Einladungen zu dem Verbandstage werden Mitte. November erfolgen. Die Generalversammlung besteht — nach § 4 des- Verbandsstatnts ■— aus den Delegirten der einzelnen

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