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Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland · 1912-12-01 · Heft 20 (Dezember 1912) · p. Seite 2

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Journal
Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
Volume
1912
Issue
Heft 20 (Dezember 1912)
Article
Zur Geschichte des Verbandes
Date
1912-12-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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2 haben daraufhin ihren Anschluß an den Verband ange-- meldet. Der überwiegende Teil hüllte sich in Schweigen oder erwiderte in verbindlicher Form, daß selbst der ermäßigte Jahresbeitrag von 50 auf 30 Ps. pro Mitglied noch zu hoch sei. Dies hinderte aber diese nur für ihre eigenen Bedürfnisse sorgenden Vereine nicht, nach wie vor das Jahrbuch, die Rednerliste zu verlangen und das Sekretariat wiederholt um alle möglichen Auskünfte anzugehen, die auch bereitwilligst erteilt wurden. Dagegen hat eine größere Zahl kleiner und unbemittelter Vereine auf unseren Aufruf reagiert und auch den Beitrag eingeschickt, freilich in der Erwartung, daß der Verband ihnen auf seine Kosten die gewünschten Redner schicken werde. Das ist aber dem Verbände bei seinen spärlichen Einnahmen nicht möglich. Trotzdem hat er auch in diesem Jahre die kleinen Vereine nach Möglichkeit zu fördern gesucht. Neben der öfteren Entsendung von Rednern hat er, soweit seine Mittel es ihm gestatteten, einige Bezirksverbände subventioniert, die an ihn gerichteten Gesuche um Beschaffung von wissenschaftlichem Material zu Borträgen tunlichst berücksichtigt, die verlangten Ratschläge bei Bibliotheksanlagen erteilt und außer der Rednerliste, die an sämtliche Vereine und auch viele Jugendvereine gratis geschickt wurde, einer Anzahl von Vereinen verschiedene Schriften unentgeltlich überwiesen. Bei dieser Gelegenheit statten wir Herrn Herschel in Bonn, der die Liebenswürdigkeit hatte, uns 100 Exemplare seines bekannten Buches „Im Tale Saron", Teil II, zur Verfügung zu stellen, unseren verbindlichsten Dank ab. Ein großer Teil btefetr hochherzigen Gabe ist bereits an verschiedene Vereine zur Versendung gelangt, während der noch vorhandene Vorrat mit einigen anderen uns in Aussicht gestellten Publikationen in nächster Zeit an unbeniittelte Vereine befördert werden wird. In einigen Gemeinden haben die Vereine aus Mangel an . Mitteln, zum Teil auch infolge der steten Abwanderung nach den Großstädten ihre Tätigkeit einstellen müssen. Dafür sind im Laufe des Jahres an verschiedenen Orten neue Vereine entstanden^ die ebenso wie die bewährten alten Vereine, unbekümmert

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