Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Journal
- Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Volume
- 1902
- Issue
- Heft 10 (Dezember 1902)
- Article
- Zur Geschichte des Verbandes
- Date
- 1902-12-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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3 halten, in unserer Thätigkeit fortzufahren. Wir werden nach wie vor alles, was in unseren Kräften steht, thun, um die dem Judenthum zum Segen gereichende geistige Bewegung im Flusse zu erhalten. — Leider hat der in den vorjährigen Mitteilungen angekündigte und für den 25. Dezember 1902 festgesetzte Verbandstag unvorhergesehener Ereignisse wegen nicht stattfinden können, aber voraussichtlich wird der Delegirten-Tag der Vereine nicht mehr lange aus sich warten lassen. Er wird den Delegirten ein großes Arbeitsfeld bieten, und wir geben uns der Hoffnung hin, daß es endlich auch gelingen wird, dem Verband eine feste materielle Basis zu verschaffen. Bis dahin aber fahren wir fort in unfern Bestrebungen, die so herrlich von einem Vertreter der Berliner jüdischen Gemeinde aus dem zweiten Verbandstag zum Ausdruck gebracht worden sind: „Seien wir fest und stark! Der Gedanke, daß das Judenthum aufsteigt, wenn Menschlichkeit, Bildung und Wahrheit Triumphe feiern, muß uns mit froher Zuversicht und unversieglichem Optimismus erfüllen. Unsere Hoffnungen sind nicht geringer als unsere Wünsche."