Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Journal
- Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Volume
- 1900
- Issue
- Heft 8 (Dezember 1900)
- Article
- Bericht über die literarische Thätigkeit der Vereine im Winterhalbjah 1899/1900
- Date
- 1900-12-01
- Page
- Seite 34 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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34 Myslowitz. Vorträge: 1. Rabbiner Dr. Norden: Kurzer Ueb erblick über die Geschichte unserer Gebete. 2. Dr. med. Blumenfeld: Jdeengang des Buches Hiob. 3. Emil Hübsch: Das jüdische Weib. Bibliothek mit 150 Bänden. Bibliothekar: I. Bach. Zu Chanuka wurden 7 arme Kinder vom Verein bekleidet, wobei eine kleine Feierlichkeit stattfand mit Anzünden der Chanukalichter, Gesängen und Ansprache. Rakel. Vortrüge: 1. Dr. Perlitz, Nakel: Heinrich Heine und das Judenthum. 2. Rabbiner Dr. Walter, Bromberg; Modernes Schulwesen in einem alten Ritualkodex. 3. Dr. Kraus, Schönlanke: Die Thierfabeldichtung bei den Hebräern. 4. Pros. Dr. Horowitz, Thorn: Ein moderner französischer Schriftsteller über Juden und Judenthum. 5. Am Purimabend, Louis Lewin: Israels Fortbestand. Reisse i. Schles. Vortrüge: 1. Rabbiner Dr. Biram, Hirschberg: Erziehung und Unterricht bei den alten Völkern. 2. Zahnarzt Berger: Geschichte der Juden im preußischen Staate (II. Theil). 3. Rab'b. Max Ellguther: Die wichtigsten Ereignisse im deutschen Judenthum während der letzten beiden Jahre. 4. Rabbiner Dr. Silberstein, Elbing: Shylok und sein Urbild. ö. Cand. theol. Dr. Brettholz, Breslau: Don Josef Nässt. 6. Frau Regina Neisser, Breslau: Die Berliner Salons am Ende des vorigen Jahrhunderts. Die Bibliothek zählt gegenwürtig 766 Bände, die eifrig gelesen werden. Bibliothekar ist Rabbiner Max Ellguther. Im kommenden Winter gedenkt der Verein eine Lesehalle einzurichten, in welcher besonders die Jugend Gelegenheit haben soll, mit dem jüdischen Schriftthum bekannt zu werden. Die Werke der historischen Abtheilung sind außerordentlich zahlreich und fast vollständig zu nennen. Nürnberg. Vorträge: 1899. 24. Oktober, Rabbiner Dr. B. Ziemlich.: Aus der Chronik der israelitischen Cultusgemeinde Nürnberg. 7. Novbr., Oberlehrer Dr. phil. Strauß: Spinoza, ein Vorläufer heutiger Wissenschaft. 21. Novbr., Dr. phil. K. Wertheim: Sociale Gesetzgebung der Bibel. 19. Dezbr., Dr. med. P. Münz: Der Hohenstaufe Friedrich II. und sein Verhältniß zu den Juden. — 1900. 16. Januar, Religionslehrer M. Rülf: Ein Blick in das jüdische Familien- und Gemeindeleben im Mittelalter. 13. Februar, Dr. med. R. Landau: Der Antheil der Juden an der Heilkunde. 13. Mürz, Oberkantor M. Rosenhaupt: Musik und Poesie im jüdischen Alterthum. Obornik. Vortrüge: Dr. L. A. Rosenthal, Pr. Stargard: Zwei jüdische Minister. Lehrer Gutmann: Die Vertreibung der Juden aus Spanien. Dr. Auerbach, Rogasen (jetzt Leipzigs: Rabbi Jochauan ben Sakkai.