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Der Orient · 1843-12-05 · Heft 49 (5.12.1843) · p. Seite 387

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
4 (1843)
Issue
Heft 49 (5.12.1843)
Article
Frankfurt a. M. : Rechnungsablage über die Palästina-Spenden ... [Nachricht]
Date
1843-12-05
Page
Seite 387 (sequence 2)
Language
German
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387 Transport 96297 34 Grüsch. - Verordnungen verfaßt vo.n “)änr6 D'Jip’n nd’Tid n sn > y . . . 1500 — Für verschiedene Ausgaben 5000 — - Provision an Hm. Altram auf die demselben verkaufte Tratte von 40 Ert auf Hrn. Lehren ä 10 % 5400 — Für Geldverlust bezahlt an I. Alifandri . 200 — - Protestspesen 6 Thlr. an — 1000 — - — — — Hrn. Altram 1000 — - Reisespesen des R. Israel . 3000 — 113397 34 Einnahme. Empfangen durch den Konsul Caurella auf Rechnung Lehcens 40000 — Für die Tratte von 450 nach Abzug der der aschkenasi'schen Gememeinde zu Zephat u. Tiberias zugesprochenen Ert 140, 3 do, gesammelt durch den sel. R. Sofer in Preßburg —190, ist daher Hrn» Lehren zu krediticen mit . . 35000 — 75000 — Es blieb daher Hr. Lehren am 1. Nisan 5597 belastet mit ..... 38397 34 Hierzu berechnete Zinsen bis 1. Kislev 5599 — 18 Mon. ü 15£ . 8350 — Saldo 46747 34 Ab für dessen Zahlung am 8. Kislev 5599 20000 — Saldo 26747 34 Hierzu berechnete Zinsen bis 1. Kislev 5601—2Jahrea15Thlr. 8024 — — — — 5603 2 — — 10432 — — — — 5604 1 — — 7050 — Saldo Grüsch 52253 34 Deutschland. . Berlin, 25. Nov. Die durch das Militärwochenblatt veröffentlichte, auf Annahmen und Kombinationen beruhende Statistik über die Zahl der Juden, welche den Freiheitskrieg mitgemacht findet immer mehr Widerspruch. So trat zuerst ein jüdischer Kombattant mit einer Gegenerklärung in der Spener'schen Zeitung auf und wies nach, daß in seiner Kompagnie allein sieben Luden gedient; es folgte ein abwehrendes Naisonnement in der Aachener Zeitung; dann wiederum eine Erklärung eines jüdischen Kombattanten, wonach in einem einzigen Jägerdetachement an 30 Juden gedient. Sehr treffend war ein bezüglicher Gegenbeweis in einer der breslauer Zeitungen. Der Statistiker Hoffmann hatte nämlich in seiner „Sammlung kleiner Schriften" angenommen, es könnten höchstens 100 Juden im Freiheitskriege gedient haben', worunter sich Ausgehobene gar nicht befunden haben dürsten. Nun hat aber sogar die Zusammenstellung des - Mllitairwochmblatts eine das Dreifache (343) übersteigende Zahl und an Ausgehobenen 80 angegeben. (D. A. Z.) Hamburg, 14. Nov. (WB. v. 5—12. Nov.) Aus den Hamburger Zeitungen erfahrt man leider, daß die meklenburg. Regierung dem jetzt versammelten Landtage keine Proposition über die bürgerliche Gleichstellung der Juden, die gesetzlich nie aufgehoben werden konnte, verlegen wird. Die Regierung hat ihren guten Willen erklärt, findet aber die ihr von Seiten der Stände enkgegenLretende Schwierigkeit zu groß, um denselben durchzusetzen. Sie hat daher die Juden auf bessere Zeiten vertröstet und ihnen die beharrliche Wahrnehmung des Unterrichts und der Erziehung ihrer Jugend warm anempfohlen. Die preuß. Landtagsabschiede werden außer dem rheinischen noch vor Neujahr publicirt werden. Der Inhalt des letztgenannten aber ist es gerade, auf dessen Veröffentlichung man am meisten gespannt zu sein Ursache hat. Unterm 12. Oktbr. hat der König von Schweden einen sogenannten „Geleitsbrief" erlassen, durch welchen jüd. Naturforschern die Besugniß emgeraumt wird, im nächsten Sommer der Versammlung skandinav. Naturforscher und Aerzte in Christiania belzuwohnen. Der Präsident und der Wicepräsident der Versammlung, nämlich -er treffliche Mathematiker Prof. Hansteen und Prof. Holst hatten die Bitte um diese Erlaubniß mit der Hinweisung auf die Statuten des Vereines begleitet, in denen die Berechtigung zur Theilnahme an demselben weder von irgend einer Nationalität nach Religion abhängig gemacht wird. Möchten recht viele Dänen und Deutsche von .dieser Erlaubniß Gebrauch machen und namentlich Dr. Stein heim, der auch den vorjährigen Verhandlungen des Storthings über die Aufnahme der Juden in Norwegen eigentlich durch seine Anregung den ersten Anstoß gab, im künftigen Jahre sich nach Christiania begeben, um durch seine Persönlichkeit und seinen Ruf in Verbindung mit jüd. und christl. Gelehrten in der freiesten Verfassung Europa's dem, nur in Betreff der Juden noch nicht durchgedrungenen Humanitatsprincip den vollständigsten und ruhmvollsten Sieg erringen zu Helsen. — Nur mit Schmerz schreibe ich es nieder, daß leider die Deutschen am spätesten den Juden ihr gutes Recht zugestehen zu wollen scheinen. Denn selbst in den Skandinaviern, der nächst .Holländern und Engländern uns stammverwandtesten Nation, schwindet das religiöse Vorurteil immer mehr und nicht blos der skandinavische Verein in Kopenhagen zählt viele Juden zu seinen Mitgliedern, sondern auch die in Hamburg errichtete skandinavische Gesellschaft hat unter, wenn ich nicht irre, 8 Direktoren 2 Juden aufzuweisen. Wie darf da noch 49 *

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