Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1843
- Issue
- 47 (21.11.1843)
- Article
- Missions-Wesen und Unwesen
- Date
- 1843-11-21
- Page
- Spalte 751-752 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Elijah 2× ep/1004307
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751 Literarische Ankündigungen. 752 mit Zahlen und andern 'mystischen Spielereien , worin besonders der Vorläufer des r\WDf der Prophet Elija eine große Rolle spielt, vortrugen. Einer der oben verzeichnten spricht über die 13 jvj), die beim Weine stehen- — ich will es kaum beachten, daß die Zahl 13 bei den Galiläern eine unglückliche Zahl zu sein scheint! — Sanhedrin 113 a predigt ein Galiläer über Elia den Propheten. Chagiga 25 a sprechen wieder Galiläer, ihre Hoffnung auf Messias aus'°). Sabbat 88 a predigt ein Galiläer vor R. Chisda: Gedenedeiet sei die Allmacht, die 10) Ich hätte das auch in Nidda 6 a vorkommende: W?:n ]'y\ü 'nnn — wohl übersetzt: „die Gelehrten erlauben es in Galiläa", aber die Paraltelstelle, mit der Hinweisung auf Elija, verräth es mir, das von galiläischen Gelehrten die Rede ist. Gemuthmaßt habe ich es schon aus dem Ausdruck 'ron, der zu R. A. Zeit aufgekommen zu sein scheint und zumeist von Galiläern gebraucht wurde, die man als Genossen erhoben hatte. Siehe folgende Anmerk. Der Talmud hat zwar auch die Hinweisung auf Elija, wie z. B. das bekannte jp^n, doch ist dieses erst aus späterer Zeit, wo galiläisches Gift schon in dem sonst so gesunden jüdischen Organismus wirkte. das dreifältige Gesetz, —;nn dem dreifältigen Volke —- Priester, Leviten und Israeliten — durch die dreigebornen — Mosche, Aharon und Mirjam — am dritten Tage des dritten Monats gegeben. — So sagt auch in uorD min R. I. ha - G. nnHon, nra1? minn mDNJ niDipo ':d lyift 5?niN‘m vpo nra. Wahrhaft lächerlich predigt R. Achai der Galiläer in Aboda sara K. .1., fast ganz so, wie vor einigen Jahrzehnten die herumreisenden polnischen Darschani m. Sanhedrin 71 a behauptet der Talmud, daß es nie aussätzige Steine gegebengleich darauf folgt jedoch die Erzählung, daß man in Galiläa welche gesehen. Sanhedrin 92 b wird gestritten, ob die Todtenerweckung in Iecheskeel nicht als Allegorie zu nehmen- — da sagt R. El. b. Jose ha- Galili: die Todten, die Iecheskeel lebendig machte, kamen nach Palästina und nahmen Weiber und zeugten Kinder. Und Iehuda ben Betera stand auf — wahrscheinlich aus pnnn, ein Nachkömmling des vor Hillel im hohen Ansehen gestandenen b. B., auf den wir in der Abhandlung „über das Abendmahl" zurückkommen werden — und sagte, ich bin von ihren Nachkommen, und dies sind Tesillin, die sie getragen. — (Beschluß folgt.) Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen I^Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [100.] Soeben erschien und wurde an die Buchhandlungen versandt: Zur Judenfrage in Deutschland. Vom Standpunkte des Rechts und der Gewissensfreiheit. Im Verein mit mehreren Gelehrten herausgegeben von Dr. W. Freund. 4. Lief. 3 Bog. gr. 8. geh. 5 Sgc. Berlin, 10. Nov. 1843. Sßett S» Comp. [102.] In der Beck'schcn Buchhandlung in Nördlingen ist so eben erschiene», und durch alle Buchhandlungen zu beziehen : Kramer, S., isr. Lehrer, -oü nysD oder: Hofagent Maier, der Jude des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Volksschnft für Israeliten. 12. 163 S. geh. Ladenpreis 1 gr. oder 30 kr. (Parliepceis für 12 Exemplare b gr. oder 21 kr.) Der Verfasser ist als israelitischer Volksschriftsteller bekannt und hat eine herrliche DarsteUungsgabe, welche auch dieses Büchlein in seinen Kreisen wohl empfehlen wird. H03.] Bekanntmachung. Zufolge höherer Verfügung soll die durch den Tod des Herrn Dr. Ullmann erledigte Stelle eines Ober? Rabbiners für den hiesigen Kvnsistorialsprengel (den größten der Rheinprovinz) nach Maaßgabe des Organisationsdekrets vom 17. Marz 1808 und des Reglements von 10. December 1806 durch Wahl der Notabeln wieder besetzt werden. Es ergeht hiernach die öffentliche Aufforderung an alle jüdische Theologen, welche bei dieser Wahl zu konkurriren wünschen, sich unter Nachweise ihrer rabbinischtheologischen Qualifikation und der Reife allgemeiner wissenschaftlicher Bildung, bis zum 1. Januar a. c. in portofreien Briefen, mit der Bezeichnung „Wahlangelegenheiten" an uns zu wenden. Diesem Anträge ist ein genaues Curriculum YiUie beizulegen, und bemerken wir. nur noch, daß neben dem Jndigenat das Alter von 80 Jahren gesetzlich erfordert wird. Creselb, den 1. November 1843. Das israelitische Konsistorium. Druck von I. H. Nagel. Verlag von C. L. Fritz sch e. .