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Der Orient · 1843-11-21 · 47 (21.11.1843) · p. Spalte 747-748

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
47 (21.11.1843)
Article
[Rezension]
Date
1843-11-21
Page
Spalte 747-748 (sequence 2)
Language
German
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747 De medico il'ustr. Jud. etc. Lesebuch v. Dessauer. — Lit. Nachrichten und Miscellen. 748 voraussetzt. Trefflich spricht sich der Vers, im ersten Abschnitt über die Religionsphilosophie, namentlich über die Schellmg's aus und geht dabei die philosophischen Richtungen in der Mythologie und in der Offenbarung durch, und im zweiten Kapitel werden die heidnischen Bestandteile in der israelitischen Religion sehr treffend auf ihr Minimum reducirt. Ich verweise die Leser auf die Schrift selbst, überzeugt , daß sie sie ohne geistigen Genuß nicht aus der Hand legen werden. 44) De medicis illiistribus Judaeoruni qui iriter Arabes vixerunt. Eine Dissertation von Isidor Brüg aus Quedlinburg. Halle, 1843. 8. Hr. Brüg, ein junger israelitischer Mediciner, wählte zum Thema seiner medicinischen Dissertation einen Gegenstand aus der jüd. Literaturgeschichte, das noch vielfach zu bearbeiten, obgleich schon so Manches dafür geschrieben ist. In dem Vorworte sagt der Verf., daß er zuerst die Bedeutung des Maimonides für die Medicin des Mittelalters bearbeiten wollte, aber aus Mangel an Quellen-und Vorarbeiten habe er sich später zur Geschichte der Medicin bei den Juden gewandt, wozu er so manche gute Vorarbeit gefunden. Es ist aber zu bedauern, daß dem Verfasser so manche Schrift seiner Glaubensgenossen bei der Ausarbeitung nicht zu Gebote gestanden; unter diese rechne ich: 1) David de Pomis, de medico Hebraeo enarratio apologetica etc. Venedig, 1588. 4. — 2) David Carcass o nne,.Essai historique sur Ja xnedicine des Hebreux• anciens et modernes. Montpellier und Nim es, 1818. 8. Paris, 1816. 8. 3) Elieser Kirschbaum, Maimonidis medici, qui seculo florebat XII., specimen diaeteticum. Berlin, 1822. 8. Aber dafür bat er benutzt: Meyer Lev in, analecta historira ad Medicinam Ebraeorum. Halle, 1798. 8. — E. Carmoly, Histoire des Medecines Juifs, ab gedruckt in der Revue Orientale 1841 und viele andere Schriften, die wenigstens beziehungsweise Notizen über jüdische Aerzte enthalten. Daß Hr. B. über die Maimonidische Periode nicht hinausgeht, wird gewiß Niemand tadeln, da er speciell nur die jüdischen Aerzte unter Arabern zum Gegenstände hat. 45) Methodisches, nach lückenlosen Stufen gecrdnetes und möglichst vollständiges Lehr - und Lesebuch für israelitische Religionö - und deutsche Schulen und Privatlehranstalten, zugleich auch als erster Theil des „Derech leemuna“ (Religionslehre in Beispielen^. Von Dr. Jul. H. D essauer. Erlangen, 1844. 8.. Palm'sche Verlagsb. So groß auch die Zahl der jährlich erscheinenden Jugendschriften ist, so sind doch die Schulschristen, namentlich die jüdischen, noch keineswegs erschöpft, daß weitere Veröffentlichungen auf diesem Felde entbehrlich sein sollten. Die israelitische Pädagogik steht noch nicht auf derjenigen Stufe, wo der gebildete Schulmann sie wünscht, und der Zwiespalt zwischen einer jüdisch-nationalen und deutsch-vaterländischen Erziehung ist noch trotz allen Fortschritten in den Schulen nicht gelöst. Es ist daher billig, daß wir jeden Beitrag, der zum Ausbilden des Schulwesens beizutragen geeignet ist, dankbar ausnehmen, und in diesem Sinne mache ich das Publikum auf Hrn. D.'s Schulbuch aufmerksam. Was das Lesebuch selbst anlangt, so besteht es aus 3 Abteilungen, nämlich 1) den ersten deutschen und hebräischen Leseunterricht nach der vereinten Lautir - und Mundstellungsmethode in Verbindung mit dem S.hreibunterricht, umfassend; 2) die biblische Geschichte bis zur Zerstörung des zweiten Tempels für alle 5 Klaffen stufenmäßig geordnet; 3) Gottes geoffenbartes Wort oder die Glaubens- und Sittenlehre der israelitischen Religion nach des Textes Worten: in den unentbehrlichsten zum Memoriren passenden Bibelsprüchen für alle 5 Klassen verha'ltnißmäßig nach ihren Fähigkeiten und Begrift fen rubricirt und geordnet. Wir wünschen, daß es recht verbreitet werden möge. Literarische Nachrichten «nd Miseelle«. Ein More Nebuchimhandschrift in Tübingen. Eine der schönsten Handschriften aus Pergament, die. man sehen kann. Dieselbe ist. sehr schön , geschrieben mit Arabesken geschmückt und die Anfänge der Kapitel mit schön gezeichneten farbigen Buchstaben^). Das Epigraph lautet: mion nt ’roro ”s» ruimn -o (nun \jn Ensi> u/hui) nun rwn M tsnm mo^Di ’dsj?1? nnnn b ptD ny ijrtr jnr> ’jni in nwnt» ’Jdp Dtpon •'«) I'sü nrn mm -®d t^to1 uh ntrau/ mpn n cppt Der nmt ni^Dtörps des Zbn Tibbon ist nicht in diesem Mskt. Nus dem ersten Blatt findet sich von jüngerer Hand folgendes anonyme Gedichtchen: - ' nfetep nrjN dt'pn nnw ' inn p?n ntpN' v innpp» npbi ipN jct : '«ha ia pnn? nj/? Zu Ende der Handschrift vor dem Epigraph findet sich das s$n Dnp, welches in den gedruckten Ausgaben des More ebenfalls steht und dann folgendes anonyme von der Hand des Kopisten selbst geschriebenes Gedichtchen: ♦ — nm rrrö den * onwp nopn 12 inn? 1) Eine ähnliche Handschrift des More Nebuchim befindet sich auch in Leyden (Leg. Scaliger Nr. 6), welche aber nicht datirt ist. Es befinden sich auch daselbst die nnt nte von Jbn Tibbon.

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