Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1843
- Issue
- 47 (21.11.1843)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1843-11-21
- Page
- Spalte 745-746 (sequence 2)
- Language
- German
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Jehova, nicht Moloch, war der Gott der Hebräer. Bon Löwengard. 746 745 dem Parallelismus wollig entspricht. Hr. Pr. Bernstein meint bedeute auch ornare, ordinäre, überhaupt das griech. zog^elv, wovon das hebr. koc^ioq herkvmmt; allein hier liegt eine ganz andere Erdbtg. zum Grunde. Vgl. Fürst's Concord. s. Y. y. 23. qui über est, das Pael jedoch von £ hat immer tränst Bedeutung liberare. üergl. 1 Sam. 17, 25, wo der hebr. und Joh. 8, 32 wo der griech. Text eXev^eqc^gei vpccg, das. Y. 36. vpctg ekEv&EQcoöij hat; es ist also in unsrer Stelle zu übersetzen : qui liberal. Im ersten Kap. y. 9 wird ft übersetzt: ne turberis; in dieser Bdtg. laßt es sich im Syrischen nicht Nachweisen; siehe Cast. Im Talmud jedoch findet sich häufig das Wort DjnnD, Einer der Nachgedanken hat; es wäre also auch hier dafür anzunehmen : ne dnbites. y. 20. fl inteliigas, bester si intelliges, wenn du es untersuchest, y. 54. ^r±L.liz£o et oculos suos in nos fingunt Im Lexikon Castelli findet sich dieses Wort weder unter , noch unter -si; jedoch findet rs sich einigemal im Daniel NilK M nnbo, „die Sache ist mir entgangen, entfallen"; und sehr oft im Talm. z. B. — lITOyB1? gehen, aber nirgend hat es die transit. Bedeut.; es wäre zu verbessern: et oculi sui in nos illabuntiir. Y. 69. ^maZf&L Kf.1 o Diese Stelle fd>eint der Uebersetzer ganz misverstanden zu haben. Bar Hebr. will zeigen, daß ]LaVu. bald masc. bald lein, ist, und citirt den Vers aus dem Psalter inidd y-p wm, wo sowohl das Verbum, als auch das 8uf. nias. sind, im Gegensatz des Folgenden: hZ£o , also ist das Subj. des Satzes, und er macht es zum Obj. und übersetzt: cognovit occasum solis (?) es müßte heißen: so! cognoYit (masc.) occasum suum (mase.). y. 76 Diese zwei Wörter aj^-d^o sind zum folgenden Vers zu ziehen, was dem Uebersetzer entgangen ist. y. 150. flc{ merkwürdig ist es, daß wahrend die Syrer das Kametz der Hebr. sonst 0 lesen, wie in derselben Zeile Abrohom, -vergl. Proemium y. 27 ff., gleich den deutschen und polnischen Juden, sie doch das Wort, David mit a lesen, vergl. noch y. 191. Y. 167. giebt der Uebers. das Wort mit lexicon wieder, welche Bedeut, es nirgend hat, sondern lectio, und hier wäre es mit usus loqnendi oder senno wiederzugeben, y. 147. Ariani et Nestoriani, richtiger Arianismus et Neslorianismus, wie überhaupt die Endung o das Abstr. anzeigt, außer wo es eine Würde bezeichnet z. 53. König maiestas, und im Hebr. häufig wie -nun für 'n wn, rfcnp für 'p bw u. a. m. (Hr. Prof. Bernstein zeigt nach in seinem herauszugebenden Lexikon^ daß die Syrer sich oft der Endung o für die griech. Pluralendung oi bedienen; allein in diesem Falle hat es immer das Ribbni- Zeichen.) y. 188. Hier ist der Uebers. irre geleitet worden, indem er glaubte, daß getrennt ist von ^I^-ffund sagt: domus Irigiuta cubitorum, longiludo et lalidudo ejus quinquaginta; aber nur ein flüchtiger Blick zeigt, daß dies keinen Sinn giebt, es müßte heißen tr. cuMt. longilndine el lalitudine ejus. y. 196. ist ganz falsch aufgefaßt, und es muß heißen: si dicis illi, qui Yerberatus est, illum etc. Diese wenigen Ausstellungen mögen für eine kurze Anzeige genügen; Ref. wünscht von Herzen, daß ein geübter Kenner des Syrischen, der aber sich nicht blos in dem engen Kreise dieses Dialektes bewegt, eine recht ausführliche Anzeige über dieses Werk machen möge. Denn daß noch sehr viel nachzuholen und so vieles nachzubessern ist, wird jeder gestehen, der sich mit dieser Wissenschaft abgegeben. Jak, Levy. 43) Jehova, nicht Moloch, war der Gott der Hebräer. Entgegnung auf Ghillany's Werk: „die Menschenopfer der alten Hebräer. Von M. Löwengard, Rabbiner. Berlin, 1843. 8. Hermann Schultze." Hr. Löwengard war der erste jüdische Gelehrte, der gegen das verleumderische Buch des Ghillany geschrieben; nicht lange nach dem Erscheinen jenes Lügenwerkes des Nürnberger Bibliothekars erhielt ich zum Einrücken in den Orient vom Herausgeber der hier anzuzeigenden Broschüre eine sehr ausführliche Entgegnung, von der die im Druck erschienene kaum ein Drittel ausmacht. Der große Umfang der Abhandlung und die Nothwendigkeit des vorhandenen Raumes des L.-B's. für andere Gegenstände der jüdischen. Literatur hinderten den Abdruck, bis der, wenn auch nur theilweise besondere Abdruck die Veröffentlichung in diesem Blatte ganz überflüssig machte. Wenn aber der Vers, auch unser erster Apologet in der Ghillany'scheri Sache war, so glaube ich dennoch, daß er aus dem, daß von jüdischen Gelehrten keine Polemik dagegen erschienen, die Unbekanntschaft mit dem Gh'schen Buche mit Unrecht schließt. Schon der treffliche Aufsatz von Raf. Kirchheim beweist das Gegentheil, und wenn im Ganzen über diesen Gegenstand weniger erschienen, so ist der Grund mehr in dem Stoffe selbst zu suchen, der zur Besprechung gar nicht emladet. Jndeß sind wir Hrn. Löwengard den innigsten Dank schuldig, daß er diese nicht gerade angenehme Arbeit übernommen, denn es ist gewiß, daß wir uns in der Vertheidigung des Judenthums nicht immer von der Qualität der Arbeit leiten lassen sollten, sondern wir sollen stets gerüstet unseren Feinden erscheinen. Was der Inhalt dieser Schrift anlangt, so zerfällt sie in 2 Abschnitte, von welcher eigentlich nur der zweite auf den Gegenstand eingehet. Das eigentliche Thema des ersten Abschnittes ist: „Heidenthum in der altisraelitischen Religion", das des zweiten: „Menschenopfer in derselben." Diese Themate werden zwar nicht in schuLgerechter Antersuchungsweise besprochen und erläutert, abermit jener Lebendigkeit und Ueberschaulichkeit, welche die philosophische Durchbildung