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Der Orient · 1843-11-21 · Heft 47 (21.11.1843) · p. Seite 376

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Journal
Der Orient
Volume
4 (1843)
Issue
Heft 47 (21.11.1843)
Article
Urkunden zur Geschichte der Juden im Mittelalter
Date
1843-11-21
Page
Seite 376 (sequence 2)
Language
German
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876 tem et pertinentem pleno jure, vendidimus iusto vendicionis titulo redditus tri um marcarum den. bonorum etlegalium iure hereclitario perpetuo possidendos. Quos quidem redditus ei dem domino Henrico, vel cui donaverit sive legaverit, singulis annis in festo beati Martini hyemalis de dicta domo sine protractione qualibet dare nomine annui census et porngere debemus. Hoc sane adposito, quod si nos . . Judei predicti, post decem annorum curricula im me diäte subsequentium, volumus et possumus dictas tres marcas red di tu um prefato domino Heinrico in civitate frankenvordensi, vel extra mours eiusdem infra spacium miliaris, quod banmile Tulgariter nuncupatur, sive sit in domibus sive bonis quibuscunque Christianorunv vel Judeorum, comparare, aut recompensare consimilibus redditibus in duobus veL ad maius in tribus locis certis et firmis, hoc facere, si nobis placebit, poterimuSj et prefatus dominus Heinricus illos redditus a nobis sic comperatos nomine predictorum reddituum, dum modo sint certi et firmi, acceptabit et acceptare bona yoluntate tenetur, omni krau de et dolo ac aliis subtilitatibus quibuslibet exceptis penitus et exclusis. Adiectum est eciam, quod si nos . . Judei predicti, post elapsum temporis prclibatividelicet decem annorum, an am marcam vel forte duas den., de tempore ad tempus, si simul et seinel ipsas comparare non valuerimus, in loco sive locis certis et firmis, ut est superius pretactum, eumparaverimus sive emerimus, huiusmodi reconpensacionem reddituum ipse dominus Heinricus, vel Ule cui donaverit sive legaverit, tenebit et lenere debet ratam atque gratam. Dicfcam eciam reconpensacione.m reddituum honesti viri . . decanus ecclesie et . . plebanus frankeuvordenses, necnon . . scultetus ibidem, qui pro tempore fuerit, si necesse erit, estimare et taxare ex utraque parte debebunt, ita, quod prenotato domino Heinrico in reeompensacione huiusmodi reddituum nil possit aut valeat deperire. Si au tem memoratus Heinricus infra decennium prelibatum, domino id volente, ab hac luce migravei’it, sepedictam recnnpensacionem reddituum nos . . Judei supranotati, si nobis placuerit, facere possumus in. instand. Dantes bas nostras litte ras sepefato domino Heinrico, sigillo civitatis frankenvordensis eomnuinitas, in testimonium et firmitatem debitam premissorum. Et nos . . Elija scultetus et . . scabini franken* vordenses, ad rogatum Judeorum memoratorum, sigiLlum universitatis frankenvordensis presentibus duxinius apponendum. Actum anno domini MCCLXXXV111, feria quinta post festum beati iVycholai. {Boehmer Cod. dipl. M. Fr. 1. 24b — 41.) Schule stößt und uns mit vollem Rechte gehört, die Einkünfte von drei Mark guter und gesetzmäßiger Pfennige zu ewigem erblichen Besitze, verkauft haben. Und Zwar muffen wir diese Einkünfte dem Herrn Heinrich, oder Jedem, dem er sie geschenkt oder vermacht, jährlich im Winter am Martinsfeste vom erwähnten Hause ohne allen Verzug als einen jährlichen Zins bezahlen; jedoch mit diesem Vorbehalt, daß, wenn wir, vorerwähnte Juden, nach den nächsten zehn Jahren die erwähnten drei Mark Einkünfte dem Herrn Heinrich in der Stadt' Frankfurt oder außerhalb der Mauern derselben innerhalb des Raums einer Meile, was Banmeile genannt wird, auf Häuser oder irgend andere in christlichem oder jüdischem Besitz befindliche Güter, werden anweisen wollen und können, wir, wenn es uns gefallen sollte, im Stande sein sollen dies zu thun und zwar auf zwei oder höchstens auf drei, sichere und feste Plätze; und vorgenannter Herr Heinrich ist dann gehalten, diese so von uns angewiesenen Einkünfte statt der vorerwähnten, wenn sie nur sicher sind, mit gutem Willen, ohne Trug und List und ohne irgend alle Ausflüchte anzunehmen. Noch wird hinzugefügt, daß, wenn wir,, vorerwähnte Juden, nach Verlaus der festgesetzten Zeit, nämlich nach zehn Jahren, eine oder zwei Mark Pfennige von Zeit zu Zeit, im Fall wir nicht alle drei zugleich anzuweisen im Stande mären, auf einen oder mehrere sichere und feste Oerter, wie oben erwähnt, anweisen und uns so von ihnen loskaufen werden, der genannte Herr Heinrich, oder der welchem er es geschenkt oder vermachtdiesen Ersatz der Einkünfte als hinreichend annehmen werde und müsse. Den erwähnten Ersatz der Einkünfte werden die geehrten Leute, nämlich der Dekan der Kirche und der Pfarrer in Frankfurt, so wie der zeitliche Schultheiß daselbst, wenn es nöthig sein wird, .abschätzen und bestimmen'müssen, so daß dem vorerwähnten Herrn Heinrich bei dem Ersatz der Einkünfte kein Abbruch geschehen könne. Wenn aber der erwähnte Heinrich innerhalb jener zehn Jahre, nach des Herrn Willen aus diesem Leben scheiden sollte, so können wir vorerwähnte Juden, wenn es uns gefallen wird, den erwähnten Ersatz der Einkünfte sogleich vollziehen. Diese unsere mit dem Siegel der Stadt Frankfurt befestigte Urkunde haben wir dem oft erwähnten Herrn Heinrich, zum Zeugnis; und zur Befestigung des Vorgeschickten, übergeben. Und wir . . Elya, Schultheiß und * . Schöffen von Frankfurt haben auf Bitten der Juden das Siegel der Stadt Frankfurt unter diese Urkunde setzen lassen. Geschehen im Jahre des Herrn 1288, Donnerstag nach dem Fest des heiligen Nikolaus. Verlag von C. L. Fritzsche. Druck von I. H. Nagel.

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