Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1843
- Issue
- 31 (1.8.1843)
- Article
- Ein seltener Koran [Nachricht]
- Date
- 1843-08-01
- Page
- Spalte 495-496 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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495 Literarische Ankündigungen. 49;> fchrift des Koran mitgebracht, die mit einem echten Maroquin-Elnbande, der früher roth war, versehen ist. Da dieser Koran nicht in Suren (Kapitel) eingetheilt ist, so verrauchet man, daß es eine der beiden ersten Ausgaben (editions primitives), die in Medina erschienen, sei. Der Text ist auf starkem Seidenpapier geschrieben, und mit farbigen (kolorirten?) Anfangsbuchstaben verziert. Er war das Eigenthum eines sehr verehrten Marabuts aus dem Stamme der Bern - Menaffer, und wurde in einem der franz. Feldzüge gegen Abd-el-Kader erbeutet. — Gourdet hat die Handschrift einem'feiner Verwandten, Herrn Geoffroy, belgischem Cavalleriemajor in Nicht-Aktivität, zum Geschenke gemacht, damit sie seinem Geburtslande verbleibe. Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen i\ Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. £70.] Durch die Redaktion des Orients (Tauchaerstraße Nr. 16) ist zu beziehen: üwn mm oder Abhandlungen Über mündliches Gesetz, über Halacha und Hagada, v o n Hirsch Charas, Rabb. zu Zolkiew. In 4to. Preis: 1 Thlr. 15 Ngr. [69J Im Verlage von Karl T a u ch n i tz in Leipzig ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu haben; Lehrgebäude der aramäischen Idiome mit Bezug auf die Zndo - Germanischen Sprachen von Julius Fürst. Auch unter dem Titel: Formenlehre der Chaldäifchen Grammatik. In 8. Preis: 1 Thtr. 10 Ggr. Dieses spr a ch w i ssen schaftliche Werk, welches zum ersten Mal die aramäische Grammatik nach den Pn'nripicn der Sprachvergleichung behandelt, ist auch das erste, welches im Semitischen die analytisch - historische Methode angewendet. Eine anszügliche Uebersetzuug desselben lieferte Herr Blücher unter dem Titel: „Marpe Le sch on Arami." Erwiderung.*) Die von Herrn Dr. S. Hirfch gegen mich gerichteten Jnvektiven sind in einer solchen Form, daß ich sie nicht beachten kann. Ich werde diesem Herrn auf literarischem' Wege nicht mehr begegnen, ich muß deshalb an denselben zum Abschiede die Bitte richten: sich gelegentlich bei Hrn. I. K., Oberrabbiner zu Tr., welchen er bei seiner gegenwärtigen Anstellung als aufrichtigen Freund bewährt gefunden hat, nach mir zu erkundigen, er^ wirb' En mich kennen, und vielleicht gegen seinen Willen achten lernen. Offenbach, 30. Juni 1843. _ Dr. S. Formstecher. I *) Im Interesse der beiden Gelehrten glaube ich zu handeln, wenn ich den'in diesem Blatte begonnenen Abdruck der gegenseitigen — unwürdigen — Polemik nicht fortsetze. So sollten Männer der Wissenschaft nicht kämpfen! Red. Anzeige. Die israelitische Gemeinde zu Elbing wünscht einen geprüften Elementarlehrer anzustellen, welcher zugleich als Bassist, beim Gesänge im Gotteshause Mitwirken soll. — Anmeldungen werden Portofrei erbeten. fe®* Nachweis. Für israelitische fromme Eltern, die ihre Kinder nach Berlin zur Ausbildung in die so eben eroffnete Handelsschule oder auf eins der dortigen Gymnasien schicken und auch die moralische und religiöse Ausbildung ihrer Kinder wünschen, empfehlen wir die Pensions-Anstalt des Hrn. Dr. Ascher Joel Cohen, Religionslehrers in Berlin (Grenadierstraße Nr. 27), wo die jungen Leute nicht nur väterlich beaufsichtige, sondern auch moralisch und .religiös zur Beruhigung der entfernten Eltern gebildet und erzogen werden. , Fürst.