Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1843-07-25 · 30 (25.7.1843) · p. Spalte 473-474

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
30 (25.7.1843)
Article
Ueber eine Variante in dem Buche: Chobot ha-Lebabot
Date
1843-07-25
Page
Spalte 473-474 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
81% known words query
IRI
…/8555529-9897774-9897889-2370002--2984-2370038
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

473 474 Sie Erbfolge bei den alten Hebräern. befleißigt — mit -er Libbon'schen nicht nur sehr interessant/ sondern auch für das Verständniß einiger Stellen wichtig, und die Eigenthümlichkeiten der Libbon'schen Uebersetzungsweife besser hervorzuheben im Stande ist, so werden wir, nach einer vorauszuschickenden allgemeinen Charakteristik dieser Übersetzung — so weit sie nach dem uns vorliegenden Fragmente sich geben läßt — das ganze Fragment in den nächsten Blättern des Orients mittheilen. X. I n k. Die Erbfolge bei den alten Hebräern» Ein Beitrag zur jüdischen Alterthumskunde, nach rabbinischen Quellen bearbeitet von L« Bodenheimer, Landrabbiner. (Schluß.) Im Abschnitt Mi Schemet F. 159 b wird diese Nechtsfrage aufgeworfen und erwiesen aus Mischna Baba Batra F. 158 b, und ein Beweis dafür aus dem Pentateuche, durch ein gleiches Verhältniß und ein gleichlautendes Wort bei dem Manne und dem Sohne, geführt. Hat aber das Kind die Mutter auch nur um eine geringe Zeit überlebt', selbst wenn die Mutter an dem Lage ferner Geburt gestorben, und es ist, nach der Ansicht des Abraham b. David, als eine völlig reife Frucht auf die Welt gekommen, welcher Ansicht die meisten Gelehrten beipflichten, oder nach der Meinung des Maimonides auch wenn es als eine unreife Frucht auf die Wett gekommen, welche Meinung schwer zu vertherdigen: so erbt das Kind die Mutter, um bei fernem Lode das mütterliche Vermögen seiner väterlichen Familie zu vererben. Die Quelle dieses Gesetzes findet sich in Lraktat Nidda F. 44 a. b. und Mi Schemet F. 142 a. b. Der angeführte Streit derRechtsgelehrten entwickelte sich über die Schlußstelle daselbst Nidda F. 44 h f. Maimonides 1. 3. Abraham ben David und Magid Mischne aftlbst, Schulchan Aruch Choschen Mschpat 276, 5. Maimonides Hilchot Nozeach 2, 6. Maimonides HilchotZibbum wa-Chalkza 1, 5. Lesenswert!) ist Magid Mschne in H. Zibbum, der den Worten des Maimonides in Bezug auf die Erbschaften eine andere Deutung gibt, wodurch in der Praxis manches Neue sich gestaltet. Dieses findet jedoch nur statt, wenn das Kind wirklich geboren wurde, allein starb die Mutter während ihrer Schwangerschaft, so geht das Vermögen der Mutter nicht durch das Kind auf die väterliche Familie des Kindes über, sondern bei einem solchen Falle wird angenommen, daß das Kind schon vor der Mutter gestorben sei, und das Vermögen fällt der väterlichen Familie Uebersetzer das arab. nicht wie Tibbon durch sondern durch p^n wiedergiebt. der Mutter anheim, wie dies deutlich im Lraktat Nidda daselbst und Baba Batra daselbst ausgesprochen wird; denn selbst, daß sich einmal ein Kind im Mutterleibe nachdem Tode der Mutter bewegte, gilt nach Ansicht des Lalmuds nicht als Gegenbeweis. Uebrigens findet bei einem solchen Falle ein Unterschied zwischen einem natürlichen und gewaltsamen Lode der Mutter statt, wie dies nachzulesen in Losesot Nidda und Mi Schemet F. 142. b und Sefer M eirat Enajim. Mit Gründlichkeit hat dieses der gelehrte Selben de suecess. in bou. def. C. 11. aufgefaßt; er sagt: Malm nuptiis solutae Limit! modo succedunt etiam Liberi, sed nuptae, non sine temperamentis aliquot; maxime tribus, e quibus pendent cetera. Ea sunt, aut successio maritalis, de qua infra suo loco, aut ubi mater filio sine prole mortuo superstes est, aut de liberorum sexu extra haec, ut patri, ita matri post mortem patiis, fiiii, nepotes, filiae, nepoteslinea recta succedunt. tibi auteni filio sine prole defuncto superstes erat mater, non ita et mortuae sine liberis successit lilius in sepulchro , uti ajunt, ut transferretur per dein ortu uin ejusce nomen, seu jure aliquo successionis \icariae aut repraesentationis, haereditat materna ad adgnatos ejus seu paterno sanguine-conjunctos, reluti fratres, sorores, patruos seu amitas. Sed ad matris adgnatos seu paterno ei conjunctos sanguine revertebatur. Nam adgnati seu paterno sanguine conjuncti solummodo a latere succedunt. Nemo omnino cognationis maternae nomine, quae nec pro cognatione civili habebatur, ut fusius' mox docetur. Atque hoc est quod vult Gemara Babylonia ad tit. Baba Batra f. 114 b: lilius non suceedit matri suae in sepulchro, ut ita transferatur haereditas ad patruos ejus. Unde Moses Maimonides, Bulach. Nechaloth, seu de I-Iaereditatibus cap. 1: Semen seu posteri filii ejus - Matris - sunt ei haeredes, si modo posteros habuerit; sin vero, redit haereditas ejus ad cognatos famiiiae ejus paternae. At vero, si primo mortua fuerit Mater, et postmodum filius, tarn et si fuerit minor, quantulocunque tempore superstes, aut minime in utero eompleverit menses suo8, quandoquidem momento aliquo matri superstes fuerit, ei succedit, et transfert haereditatem ejus ad eos, qui ex cognatione paterna ei haeredes sunt. C. Die Nachlassenschaft der Mutter geht aber nur dann auf ihre Kinder und in deren Ermangelung auf die väterliche Familie der Mutter über, wenn Letztere keinen Mann mehr hat, sie ist, wie gesagt, entweder eine Wittwe oder von ihrem Manne geschieden; ist sie aber noch verheirathet und bei ihrem Lode befindet sich der Mann noch am Leben, dann tritt der Mann als Universalerbe euf. Hauptquelle dafür ist Mischna Baba Batra F. 108, und F. 111 b daselbst werden Bibelstellen dafür angeführt. R. Samuel b. Meir läßt sich kn seinem Kommentare

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.