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Der Orient · 1843-07-11 · 28 (11.7.1843) · p. Spalte 445-446

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
28 (11.7.1843)
Article
Jakob Trigland's Abhandlung über die Sekte der Karäer
Date
1843-07-11
Page
Spalte 445-446 (sequence 3)
Language
German
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440 445 . Bibliographische Skizzen. rmiD. 3) Endlich brachten die Rabbasiiten, hinausgehend über die Schrift, eine Ceremonie auf, namentlich am letzten Lage des Festes, die D'DH der guten Vorbedeutung wegen, mn Regen für das nächste Jahr von Gott zu erlangenwie bei Haaren zogen sie hier die Stelle Je s. 12, 3. Den Karäern, wie auch Christo (Joh. 7, 37) misfiel diese Sitteja einmal schüttete eia Priester, der ein Feind des selbsterwählten Gottesdiensts war, Angesichts des Volks, und unter der heftigsten Aufwallung der-Pharisäer, während des Kultus, das ihm gebrachte Gefäß voll Wasser zu seinen Füßen aus, wofür er hernach von den Pharisäern mit Cüronen überschüttet wurde (Mass. rpD fol. HD und dazu Moses Aegyptius). So stark war also schon damals die Meinung der Karäer. Es müßte denn Jemand mit Morin annehmen wollen, daß die am Versöhnungs- und am Laubhüttenfest den Pharisäern widersprechenden Priester Sadducäer im engern Sinne, nicht aber unsere Karäer gewesen seien; allein der Talmud nennt ihn nur ganz allgemein mN, Maimonides in den Kommentaren nennt ihn anderwärts in Hilchot Tamid mit welchem Namen die Karäer nach ihrer eigenen Aussage von ihren Feinden belegt werden; und die Definition , welche Maimonides gibt, daß er an kein mündliches Gesetz geglaubt habe, spricht für einen Karäer. (Fortsetzung folgt.) Bibliograph ische Skizze«, rnitgetheitt, von M. Sider, M. Schwarzaner, E. Cotztt, A. Ink und I. Fürst. (Fortsetzung.) 35. Dr. Si e g fr id B e ch e r (der bekannte Statistiker), widmet in seiner „Allgemeinen Weltgeschichte zum Gebrauche für die Jugend. Wien, Baumüller und Seidel, 1842.' 280 Seilen. 8." aus Eine Seite den „Hebräern". Da heißt es. „unter politischen Stürmen , während der Zeit der Richter, suchte der Stamm L'evy, aus dessen Mitte, die Priester gewählt wurden (sie!) sich der Negierung allein zu bemächtigen"! — Das Schtußraisonnement*) lautet:. „Dieses Volk hat im Gänzen nur einen geringen universalhistorischen Werth (siel) in Hinsicht der Größe des Landes, der Bevölkerung, der Industrie und seines E i n f l u sse s a u f a n d e r e Völker! Immer bleibt es ^durch seine eigenthümliche politische und religiöse Verfassung rc. ein merkwürdiges Volk". Die Kämpfe der Makkabäer, der Krieg mit Rom ist nicht Einer Zeile gewürdigt. Nur als alleinige Gegner des Christenthums kommen bic „Juden" wieder (S. 82) — „durch die Ausbreitung desselben war eine völlige Veränderung in Der dürftigen Uebersicht bis 620 v. Ehr. allen politischen Verhältnissen ‘[sie!) gelegt, und die Wohlthat der Menschen unwiederruflich gegründet." —- Von der Lehre Mu Hammeds heißt es (S. 101) daß sie durchgeh ends auf ein tugendhaftes Leben, auf Mäßigung und Entsagung (!), überhaupt auf Sittlichkeit drang". Von einem Verhältniß der drei Religionen ist natürlich nicht die Rede. Das gehört nicht „für die Jugend" denkt wohl der —- Statistik er. Und so lehrt man die Jugend Geschichte! 36. Eine „Mistury of modern Oudaism“ von John Allen ist in den Bl. f. l. U. 1843, Nr. 26. S. 104 erwähnt, welche dem 19. Jahrh. angehören dürste. Wem ist dieses Werk näher bekannt? 37. Der Rec. des neuen Prtaval. 2 Th. in Bt. f. U. 1843. Nr.- 30 bemerkt bei Gelegenheit der von Dr. Lowenstein eingesandten Gutachten üb. d. jüd. Blutfrage: „Es ist zu beklagen, daß noch in unsrer Zeit blinder Parteihaß solche Beschuldigungen bringen konnte rc." 38. F. Rückert Saul und David, ein Drama der heiligen. Geschichte. 'Erlangen, Heyder. Gr. 12. 39. G. Schweitzer, der Christen Glaube an Jesum von Nazareth rc. vertheidigt in Briefen an einen Lehrer der jüdischen Religion auf Veranlassung, des' Lebens Jesu v. Dr. D. Strauß. Berlin, Dümmler, 1842. (Der Vers., ein Schleiermacherianer, hat diese Form gewählt, um nicht überschlichen zu werden von dem bittern Gefühle über die innere, bewußte oder unbewußte Lüge Derer, die sich Christen nennen, ohne den Glauben an Jestim als den Gottmenschen zu theilen." — Der Ree. (—p) in der A. L.Z. 1843. Nr. 4 fügt hinzu: „Welchen Eindruck seine Arbeit auf gebildete Juden, — die es noch wirklich sind und sich nicht einer ähnlichen Lüge schuldig machen, — hervorgebracht habe, möchten wir am liebsten durch eine wissenschaftliche Entgegnung von einem Solchen erfahren, und der Vers, selbst würde sich gewiß keine schönere Frucht seines Unternehmens wünschen können, als wenn es ein solches Werk hervorriest." — Wir weisen ihn vorläufig an Formstechers Rel. d. Geistes, besonders aber an Hirsch's System rc.", wo ein Jude, wie er hier gewünscht wird, gegen Strauß und Bauer sich ausspricht. Zu bedauern ist es nur, daß Hirsch die wichtige talmudische Tradition über die Zeit Jesu, welche auch alle spätern jüdischen Polemiker urgiren, gar nicht beachtet. So z. B. die vstputatio K. Jechielis in Wagenseils Tela igivea p. 20., vgl. Refüt. Cann. R. Lipnian, in. p. 373; die chronologische Stelle im N!L/p von Fol. 11, (von der im LB. 1842. Nr. 51. Col. 812. Anm. 46. die Rede war, wo aber ein Druckfehler des hebr. Originals uns beirrt hat -- für;pp ist wahrscheinlich ^Dp &u lesen, das gibt 1403 als Datum der Abfassung des rnihS1 po; dann ist das Datum 1437 für das dort angeführte Werk des Sohnes nicht weiter zu beanstanden — ). Von dem Widerwillen der Juden gegen, eine Kontroverse mit Christen hat Hirsch, (System S. 776) einen richtigen Grund angegeben. Zu bedauern ist es, daß die (Melo Chofnajim S. 102) versprochene Abhandlung über

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