Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1843
- Issue
- 27 (4.7.1843)
- Article
- Bemerkung
- Date
- 1843-07-04
- Page
- Spalte 431-432 (sequence 2)
- Language
- German
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431 Literarische Ankündigungen. 452 nach, länge nicht Prosa ist. Jose pHus und Hierönym u s. sagen z. 33;, daß das 5 Mos. 32. in Hexametern geschrieben sei. In der That kann man dort rhythmische, dactylischspondäische Weisen von je 6 Füßen, wie sie es angeben, heraussinden. Würde sich etwa ein jedes andere Kapitel desselben fünften Buches auch einem solchen Versuche fügen? Dies scheint also wohl eine Ähatsachewelche verdient, daß man auf ihren Grund eingehe. Man müßte zeigen, daß sie gar nicht existiren, um zu behaupten, daß die ganze Eigenthümlichkeit der biblischen Poesie in dem „Parallelismus, der innern Rhythmik der Gedanken" allein bestehe. Was man etwa so nennen mag, findet sich unstreitig auch in vielen Stellen des gewiß hochpoetischen Ergusses der prophetischen Rede, und doch wird das Ohr sich sogleich dafür entscheiden, daß in ihnen nicht der äußere Klang so vüler Psalmen sei. Mchon R. Asaria in Meor Enajim weist nach, die Gleichzahl der Worte sei eine Erscheinung, die etwas sagen will und welche die heiligen Dichter zu bloßen Sylbenklaubern machen würde, wenn sie nicht aus dem rhythmischen Bedürfnisse des Ohres yervorgegangen wäre. , .Saals chütz. Ankermtttkß. Zu weichen Unrichtigkeiten selbst die größten Gelehrten durch die nicht genug erläuterte hebräische Literaturgeschichte verleitet werden, ersieht man aus Creuzer's dritter verbesserten Ausgabe der Symbolik und Mythologie. Hier heißt es im ersten Hefte des zweiten Bandes (Leipzig und Darmstadt 1840. S. 93 in Beziehung auf die Nachricht des Diodor, daß in Egypten von Alters her von den Königen, der Sage nach, Stiere und Menschen rother Farbe dem gleichfarbigen Typhon geopfert worden wären, in Anmerk. 4 „Dies erinnert an die rothe Kuh (vacca jrufa) im hebräischen Opftrdienste, Rum. 19, 2, worüber Maimonides bekanntlich eine eigene Schrift verfaßt hat." Eine solche Schrift hat aber nie existirt, ein Abschnitt in seinem großen Werke npinn “p handelt davon. M. H. in Trier. Literarische Ankündigungen. .In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen 1-} Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [62,] Bei M. I. Landau in Prag, ist erschienen, und von C. £. Frltz sche in Leipzig, durch alle Buchhandlungen zu erhalten: nVsn \vy ttd Die alten Gebete dev Hebräer nebst den Pieke Aboth oder die Ethik der Altrabbinen. Uebersetzt und.durch Anmerkungen erläutert von M. I» Landau. Gr. 8. Preis 20 Ngr. Bei dieser neuen, schön gedruckten Ausgabe ist die Übersetzung neben dem hebräischen Texte, was zur Bequemlichkeit beim Lesen dienend gewiß willkommen sein wird. [50.] Bon C. L. Fritzsche in Leipzig ist zu beziehen: Rücksprache mit allen Gläubigen des rabbinischen Judenthums über dre jüngst erschienene Brochüre betitelt: Ansprache an meine Gemeinde von Dr. Abraham Geiger, Breslau L8LS. V o n . Israel Deutsch, und David Deutsch, Rabomer zu Beuchen OS. Ravdmer zu Mlslowih. 8. br. Preis 5 Ngr. Verlag von E. ä. Fritzsche. [58.] Durch alle Buchhandlungen ist zu erhalten: Moses Mendelssohns gesammelte Schriften. Nach den Onglnaldrucken und Handschriften hecausgegeben von Dr. G. §5. Mendelssohn. ln sieben Bärien« Erste Lieferung: Band 1— 3. Mit Mendelssohns Dildmss. Gr. 12. Geh. 3 Thlr. Der vierte bis siebente Band dieser ersten vollständigen Ausgabe der Werke Mendelssohn's, welche außer den größern Schriften auch die einzelnen zum Theil anonym in verschiedenen Zeitschriften mitgetheilten Aufsätze, sowie mehre noch ungedruckte Manuskripte enthält, werden ebenfalls binnen Kurzem ausgegeben. Der erste Band enthält zugleich eine Biographie Mendelssohns von dessen Sohne, Joseph Mendelssohn, und eine Einleitung zu seinen philosophischen Schriften vom Geh. Cabinetsrath Brandis. Leipzig, im Juni 1843. ___ F. A. Bvockharts. Briefkasten. Hrn. K—m. in Ff. a. M.: die Recension habe ich erhalten und danke. Das andere ist mitgethcilt worden. Für Hrn. L. die .Antwort: ich nehme keinen Anstand, wenn ich es zur rechten Zeit erhalte. Hrn. M. H. in Trier: ich habe auch das erste erhalten, und.es wird zu seiner Zeit gedruckt werden. — Von Hrn. RabiO Lowengard richtig erhalten. Druck von I. H. Nagel-