Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1843-07-04 · Heft 27 (4.7.1843) · p. Seite 209

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
4 (1843)
Issue
Heft 27 (4.7.1843)
Article
Leipzig: Forts. des Auszuges aus dem Amst. Sendschreiben
Date
1843-07-04
Page
Seite 209 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
chapter
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2360092-2360256-2360284--3600-2369819
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Jahrgang Vierter Berichte, Studien und Kritiken Das Abonnement für ein Jahr ist 5 Lhlr. Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. für jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Dr. Julius Fürst. Von dieser 'Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmässig. M. 8* Leipzig, den 4. Juli 1843. Jerusalem. Leipzig. Forts, des Auszuges aus dem Amst. Sendschreiben. — Deutschl and. Mannheim. Zustand der israel. Schule in Baden. Hamburg. Konfirmation. Köln. Angenehme Nachrichten vom Rheine. Hamburg. Wochenbericht. Breslau. Bericht über das Wirken des jüd. Lehr- und Lesevereins. — Oesterreich. Prag. Vermischte Nachrichten. Von der mährischen Grenze. Nachtrag zu dem Hofdekret, das Rabbinenwesen betreffend.— Licht - u. Schattenbilder aus d. iüd. Geschichte der Vergangen!). u. Gegenwart. Der Emancipationskampf in Friesenland, vom Rabb. Hirsch in Emden und einem Christen geführt. (Forts.) — Politische Analekten. — Miscellen. — LV. des Or. Jerusalem. Leipzig, 30. Mai. (Forts.). Unterbrochen durch einige andere Berichte fahre ich nun wieder mit dem Resume des zu Amsterdam erschienen Sendschreibens fort, wo ich in Nr. 23 geblieben. Auf den Sendbrief von dem portugiesischen Rabbinats zu Jerusalem, dessen Inhalt eben vollständig mitgetheilt ist, folgt nun 2. die Affirmation des Rabbinats der deutschen Gemeinde in Amsterdam. Es bezeuget, daß es die. Handschriften der oben unterschriebenen Rabbiner, sowie das Siegel des Ohercabbiners Gagin, welches ihm der Sultan verliehen, kenne und erkläret sich außerdem mit dem Inhalte einverstanden. Nebenbei schleudert auch dieses seine Flüche und Vannstrahlen auf Alle, die gegen Hcn. Lehren etwas zu sagen wagen. Dieses Rabbinat versichert auch, daß die Bücher und alle dahin gehörigen Papiere revidirt und ein tüchtiger Rechner habe Alles richtig gefunden. Unterschrieben sind A. I. Susan und B. S. Berenstein. Hierauf, folgt 3. die Affirmation des portugiesischen Rabbinats zu Amsterdam, unterschrieben Jakob und Elieser Ferares und Isaak Mendes de Soll«. Der Inhalt ist ganz derselbe. Hierauf folgt 4. ein Sendschreiben von den Pekidim und Amarkolim der israel. Gemeinden im heiligen Lande, residirend in Amsterdam, nämlich den H. H. Lehren, A. A. Prins, S. B. Rubens und Meyer Lehren. (F. f.) Deutschland. Mannheim, 16 Juni. Das badische Volksschul bl att (Nr. 11 vom 12. Juni 1843 Beilage zur hiesigen Abendzeitung) bringt den Anfang eines, wohl mehre Nummern durchziehenden Aufsatzes, betitelt: * Zu st and der israelitischen Schule in Baden. (Von W.) Es liegen uns aus der neuesten Zeit Schriften vor, welche sich die „Zustände der evangelischen wie der katholischen Kirche in Baden" zum Vorwurfe gemacht haben. Es mag nun wünschenswert erscheinen, auch über die jüdischen Zustände Badens etwas Näheres zu erfahren, um so mehr, als die Urteile hierüber sowohl innerhalb der jüdischen Gemeinde selbst, als außerhalb derselben — unter den Christen — so verschieden, oft entgegengesetzt, ausfallen und eine nähere Beleuchtung Vieles zu berichtigen und zu ergänzen geeignet ist. Indem wir jedoch den Versuch machen, den Zustand der israelitischen Schule — alles Andere liegt ausserhalb der Grenzen eines Schulblartes — öffentlich zu besprechen, können wir uns der Bedenklichkeiten, so dieses ^Beginnen erzeugt, nicht ganz erwehren. Eine schwache, gedrückte Partei, wie die Juden mehr oder minder heutigen Tages in ganz Deutschland noch sind, muss Bedenken tragen, ihre Schwächen und Blossen, ihren Bedrückern gegenüber aufzudecken, damit diese nicht eben darin Rechtfertigung für den fortwährenden Druck und vielleicht gar Anlass zu neuem finden mögen. Man hat sich darum bisher gescheuet, jüdische Angelegenheiten m den Organen der Oeffentlichkeit zur Sprache zu bringen; denn eine treue und vollständige Darstellung der jüd. Zustände machte es unumgänglich, auch die-mannigfachen Mängel und Schäden innerhalb der Synagoge, worüber in der Mitte der jüd. Gemeinde von deren Verständigen und Einsichtsvollen so oft und so vielfältig.geklagt wird, zu enthüllen und zur Schau zu stellen. 27

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.