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Der Orient · 1843-06-27 · 26 (27.6.1843) · p. Spalte 413-414

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
26 (27.6.1843)
Article
Die Erbfolge bei den alten Hebräern
Date
1843-06-27
Page
Spalte 413-414 (sequence 2)
Language
German
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413 414 Bibliographische Skizzen. Dieses ist nachdem, was wir bis jetzt erörtert haben, unrichtig. S. dieseshalb die Anmerkungen des Salomo Luria in Chochmat Salomo, der diese Stelle dahin erklären will, der Vater hat den Vorzug vor dem Bruder des Verstorbenen von Varersseite; siehe ferner Losefot Jom Lob auf Mschna 2, Abschnitt Jesch Nochelin, ferner den Mischna-Kommentar von Maimonides, und die Erklärung des Obadia Bertrnoro. Der gelehrte Selben führt im Kap. XU. die Worte unseres Philo über diesen Gegenstand an: lÄt appositissime Philo, receptos geutis suue inores de haereditatibus explicäns in lib. iI! de vita Musis: primo Klio», in- (]uit, 'in successionem vocavit Deus opt. Max. dein iilias, tertio loco fratres, nccl zezdqzriv .fteiois tcqoq na- ZQOS dltOVEfLEL zd%lV, CCLVLZZOfASVOg, OZl %CU ItCXZEQSg ySvoivz äv vlcov xXr}QOvo[ioi tcccvv yaq £$vj&sg vnoXctßzlVy otl izazqog dd£?*(p(p v£u,ov HlfjQOv ddsX(ptdov did trjv itQog itcczqog avyysvpLccv czvzdv dcpELXszo xov Ttaziqoc zrjg dLudo%rjg? Als die vierte Abtheilung der Erben setzt die heilige Schrift, sagt Philo, die Brüder des Vaters, woraus erhellt, daß auch die Väter Erben der Kinder sein können. Denn sehr unvernünftig würde es sein, zu glauben, daß die Erbschaft des Brudersohnes wegen väterlicher Verwandtschaft dem Vatersbruder zufiele, und dem Vater selbst könnte sie entzogen werden. Aehnlich sind Philo's Gedanken dem Sifri, wenn auch nach gründlicher Ueberlegung nicht ganz dasselbe: uba D’fo DJ’Nty s'Ntt nm todm anp aNna' pJDt D'N3 DTiiS'D J’NE' 3NH D’BOP Qfl nH 3NH TOD :vrm pn wto» Diese Stelle des Sifri meint auch Raschbam Baba Batra f. 109 a. S. Rechtsgutachten Sekan Ahron 140. Warum aber in der heiligen Schrift des Vaters bei dieser Gelegenheit wirklich nicht gedacht wird, das erklärt Moses ben Nachman auf folgende Weise. Er sagt nämlich: unsere Rabbinen haben angenommen, daß der Vater den Sohn erbt, wenn der Lodte keine Nachkommen hinterläßt. Die Schrift schweigt aber davon, und dieses aus dem Grunde, weil es bei den Erbschaften eine Regel ist, daß der Vererbende auch erbt, [f. übrigens die erste Mischna in Abschnitt Jesch Nochelin und Biur auf 4 B. ,.M.) da es nun deutlich steht: der Sohn erbt das Vermögen des Vaters, so erbt auch der Vater den.Sohn. Ferner richtet es sich ja bei den Erbschaften nach den graden Linien der Nachkommenschaft, nicht nach den Seitenlinien; wenn es demnach heißt: ihr sollet sein Vermögen seinen Brüdern geben, so ist vorauszusetzen, daß der Vater im Grabe den Sohn geerbt, und von dem Vater ist alsdann die Erbschaft auf die Brüder des Verstorbenen übergegangen. Die heilige Schrift will aber deshalb nicht sagen: wenn keine Lochter am Leben sich befindet, fällt das Vermögen dem Vater des Verstorbenen anheim, weil dieses sicher kein Segen ist, wenn ein Vater den Sohn erben muß, und die Schrift nicht gerne von einem so unglücklichen Falle redet: jnt mb pn nawun hm anp aan o mninn fop ^’TOD b fwpn ’DBtroa ’o oyant nt notn sub ainani ton n« anr pna» ainan ncMty jvot nw nanipn o bnu jntn rt>a6aa n'D ntyr-pn 'a np pn m arm aun dj rn«1? in^ra hn onnat p qn pmaa.t^» ps6n -’NSpa baa DiriN^ Man hddi napa ani» 3tw nPnj vmm ’a p3n!?. in^na m onrut na b pN dm not1? nsn pNn ’toa nt rpn n!? ’^ni tannnaja mPi nan’ nana pn :nan' nnatp pn nt< axn Jbri Esra' ist zu dieser Stelle nach rabbinische» Grundsätzen schwer zu erklären» (Fortsetzung folgt.) Bibliographische Skizzen, mitgetheilt von M. Skder, M. Schwarzauee, E. Cvhn, A. Jrrk und I. Fürst. (Fortsetzung.) 3t. In der philologisch-philosophischen Klasse der kön. Akademie der Wissenschaften zu München im Jahre 1842 hielt der Prof. M. I. Müller am 2. Juli einen Vortrag, über den Ursprung des Namens Pehlvi. Der Berichterstatter in dem Jntelligenzblatt der H. A. L.-Z. v. März 1843 Nr. 10 — woraus wir dieses entnehmen — sagt: „Die gewöhnliche Meinung ist, daß es vom persischen pell ln (die Seite) herkomme und also etwa die Grenzsprache bedeute; natürlich in der Voraussetzung, daß Pehlvi die Sprache Mesopota-, miens oder des arabischen Irak ist, des am meisten gegen Westen vorgeschobenen Striches von Iran. Vgl. Mohl im Journal Asiatique 1841. p. 162. Aber jene Bedeutung ist entweder gar nicht oder nur in Verbindung mit andern Wörtern zu erweisen. Annehmbarer ist die Vergleichung des Wortes Pehlev i mit Pehlevan Heros, Kämpe, also die Sprache der Helden und, da diese die alte Zeit Persiens repräsentiren, die Sprache des alten Persiens überhaupt. Allein diese Ableitung, die sich schon bei den Persern selbst findet, laßt sich grammatikalisch nicht rechtfertigen. Auch als Sprache der Städter (von pehlev Stadl) läßt es sich nicht nehmen. Da nun alte persische Schriftsteller (Hamaza Jsfahani und Jbn Mokaffa) unter den fünf Sprachen der alten Perser eine fehlevische aufführen, so hat diese ihren Namen von Fchleh, womit fünf das alte Medien in seinem vollen Umfange ausmachende Distrikte bezeichnet werdrn und Pehlevi ist eigentlich die Sprache Mediens. Die Etymologie des Wortes ist mit Sicherheit nicht cmzngeben. Der Vers, verspricht noch eine Abhandlung über die Entstehung des Pehlvi und seine geographische Ausbreitung. — Prof. Müller legte ferner einen Bericht vor, über die arabischen Manuskripte, betreffend die drusi'sche Religion, im Besitze des Königs von Baiern. Es sind 9 Handschriften, welche von

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